ÜberLeben

By WWF Deutschland

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Category: Nature

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 Dec 6, 2020

Description

Der Planet steht vor dem Burnout: Artensterben und Klimawandel stellen uns vor gewaltige Herausforderungen. Wie es gelingen kann, einen lebendigen Planeten für uns und unsere Kinder zu bewahren, darüber reden wir in unserem wöchentlichen Podcast „ÜberLeben“. WWF Kolleg:innen teilen ihre persönlichen Erfahrungen und Erlebnisse aus Projekten in aller Welt. Experten erläutern ihren Blick auf die Dinge und sprechen über Herausforderungen und Chancen in Natur- und Umweltschutz. „ÜberLeben“ ist ein Podcast des WWF Deutschland zu Natur- und Umweltschutz im 21. Jahrhundert.

Episode Date
Tatort: Oder
1505
Es stank zum Himmel: Bis zu 300 Tonnen, also 300.000 Kilo an totem Fisch sammelten Angler, Anwohner Behörden und freiwillige Helfer Anfang August aus der Oder. Giftmord oder wenn man so will die Chronik eines angekündigten Todes! Auch wenn der Auslöser des Massakers noch immer nicht endgültig geklärt ist, zeichnet sich doch ab, dass das Sterben der Fische wohl auf eine tödliche Kombination von mehreren Ursachen zurückgehen dürfte. Der „Täter“ ist hingegen offensichtlich. Es war mal wieder der Mensch. Immerhin: Inzwischen gaben die Behörden Entwarnung, weil sinkende Temperaturen und Regenfälle die Lage im Fluss entspannt haben. Doch die Oder ist längst nicht aus Schneider. Wo die Gefahren liegen, ob sich der Fluss erholen kann und was passieren muss, damit sich solche Katastrophen nicht wiederholen, darüber reden wir in :#ÜberLeben mit Tobias Schäfer, Gewässerschützer beim WWF Deutschland. Redaktion: Jörn Ehlers Weitere Infos: https://www.igb-berlin.de/news/die-lehren-aus-der-oder-katastrophe-was-forschende-jetzt-empfehlen
Sep 23, 2022
Sparschwein war gestern
1596
Mit Geld ist es wie mit Beton: Es kommt drauf an, was man draus macht! Einer, der davon einiges versteht, ist heute bei #ÜberLeben zu Gast. Axel Brosey ist Fondsmanager bei Lloyds Fonds und erzählt uns heute, was er so den ganzen Tag macht, was Kund:innen beachten sollten und vor allem, was das Ganze mit Umweltschutz zu tun hat. Dazu kann außerdem die Volkswirtin Katja Kirchstein vom WWF einiges beitragen. Sie hat kürzlich einen Leitfaden für die Hosentasche zu nachhaltigen Geldanlagen vorgelegt. Ihr ist es wichtig, das Geld dorthin zu lenken, wo es konkrete Veränderung bewirkt, also die Industrie klimaverträglicher macht oder zum Erhalt von Artenvielfalt beiträgt. Redaktion: Jörn Ehlers Zum Pocket Guide "Nachhaltige Geldanlage": https://www.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/Unternehmen/Nachhaltige-Geldanlagen-PocketGuide.pdf
Sep 02, 2022
Besuch beim "Wespen-Flüsterer"
1447
Es ist Pflaumenkuchenzeit und mit dem Kuchen kommen leider auch die Wespen. Dieses Jahr soll ein ganz besonders fieses Wespenjahr werden. Ob das stimmt, wir wissen es nicht so genau. Aber einer, der es wissen könnte, ist in dieser Episode von #ÜberLeben zu Gast: Florian Lauer ist so eine Art "Wespenversteher". Er verantwortet beim WWF das so genannte BROMI Projekt. Dabei geht es darum, die Überlebenschancen für Insekten wieder zu verbessern. Und zu den Insekten gehören bekanntlich auch die die schwarz gelben Plagegeister. Wir reden mit ihm über fliegende "Dementoren" und erörtern, ob es eine gute Idee sein könnte, ihnen mit Wasserpistolen auf Leib zu rücken.
Aug 18, 2022
Grüner Wohnen
1801
Angesichts rapide steigender Energiepreise treibt der Gedanke an die nächste Heizperiode so manchem tiefe Sorgenfalten auf die Stirn. Zu Recht. Aber die Furcht vor dem kalten Winter und explodierenden Heizkosten lenkt zumindest den Blick auf ein ökologisches Problem, das eng mit der Thematik verknüpft ist. Denn neben dem Verkehrssektor gehört der Gebäudebereich in Deutschland zu den Sorgenkindern beim Klimaschutz. Zielvorgaben, die Emissionen zu senken werden hier regelmäßig krachend verfehlt. Je nachdem wie man rechnet, verursachen Heizen und Stromverbrauch in den eigenen vier Wänden laut Umweltbundesamt noch immer etwa 30 Prozent der deutschen Treibhausgas-Emissionen. Je schneller wir hier in Sachen Klimaschutz vorankommen, desto eher dürften auch die Heizrechnungen wieder sinken. Doch das ist leichter gesagt als getan. Wie es gehen könnte, und wo die Knackpunkte liegen, darüber reden wir heute mit Silke Küstner. Sie beschäftigt sich beim WWF mit der Kreislaufwirtschaft im Bausektor und um dieses Thema geht es diesmal bei #ÜberLeben. Weitere Informationen: https://www.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/Unternehmen/Hintergrundpapier-Circular-Economy-im-Gebaeudesektor.pdf Redaktion. Jörn Ehlers
Aug 12, 2022
Tempolimit für den Holzverbrauch
1382
Es ist zwar noch ein paar Monate hin, doch der Winter naht. Angesichts von Gasknappheit und explodierenden Nebenkostenrechnungen schauen schon jetzt viele mit Sorgen auf die nicht mehr allzu ferne Heizperiode. Nicht nur die Nachfrage nach Heizlüftern bricht alle Rekorde, auch der Bedarf nach und der Preis für Brennholz geht steil nach oben. Ob es allerdings eine gute Idee ist, einen Scheit nach dem anderen in den Ofen zu schieben, darf bezweifelt werden. Zwar wächst Holz wieder nach, aber das dauert. Ein neuer WWF Report zeigt, dass wir schon jetzt zu viel davon zu schnell verbrauchen. Eine der Autorinnen Meghan Beck O´Brian und Johannes Zahnen vom WWF erklären im #ÜberLeben Podcast, wie wir einen kostbaren Rohstoff noch immer viel zu sehr verschwenden und warum wir eine Art Tempolimit für den Holzkonsum brauchen. Zum Weiterlesen: Der Holzreport zum herunterladen: https://www.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/Wald/WWF-Studie-Alles-aus-Holz.pdf Redaktion: Jörn Ehlers
Aug 05, 2022
Der Ruf der Berge
3278
Wir müssen reden: Über Extrembergsport und Klimawandel. Wie man auf die Gipfel kommt und vor allem wieder heil herunter. Im #'Überleben Podcast heute zu Gast einer, der berichten kann, wie die Klimakrise in eisigen Höhen besonders hart zuschlägt. Über extreme Herausforderungen, den "Mut-Muskel" und Dixie Klos auf dem Mount Everest sprechen in dieser Episode Luise Nessler und Klaus Esterluss mit dem Speed-Ski-Bergsteiger Benedikt Böhm, der sich als Botschafter des WWF auf die Reise nach Nepal macht, um dort nicht nur die höchsten Gipfel zu erklimmen, sondern auch um sich ein Bild zu machen vom Zusammenleben von Menschen und Tieren in bergigen Regionen.
Jul 08, 2022
Mehr Plastik als bio
1474
„Bioplastik“, klingt erstmal gut. Ein Kunststoff, der aus nachwachsenden Rohstoffen -etwa aus Mais oder Zuckerrohr produziert wurde, könnte ein Baustein sein, um den Ausstoß an Treibhausgasen zu senken und der drohenden Plastikflut zu entkommen. Soweit die Theorie. Allerdings sind die neuen Materialien alles andere als „bio“ und ob sie helfen, die Mülllawine zu bremsen. ist mehr als fraglich. Im Gegenteil: angeblich kompostierbare Müllbeutel verstopfen die Sortieranlagen und Äcker, auf denen Pflanzen für die Plastikproduktion angebaut werden, ließen sich wohl besser für den Anbau von Nahrung nutzen. In der heutigen Episode von #ÜberLeben schauen wir etwas genauer hin und haben dazu Bernhard Bauske zu Gast, der sich beim WWF seit Jahren mit Ökobilanzen von Verpackungen, Alternativen und Plastik im Meer beschäftigt. Redaktion: Jörn Ehlers
Jun 17, 2022
Mücken: Die gefährlichsten Tiere der Welt
1808
Gäbe es eine Sympathie-Skala im Tierreich, würden sie wahrscheinlich irgendwo zwischen Bandwürmern und Kanalratten landen: die Rede ist von Mücken. Mit steigenden Temperaturen tauchen die summenden Plagegeister wieder auf, aus Tümpeln, Pfützen und Regentonnen. Gelegenheit für uns, die sechsbeinigen Insekten genauer unter die Lupe zu nehmen. Zu Gast ist diesmal eine Expertin, die die Jagd auf die Blutsauger und ihre Erforschung zum Beruf gemacht hat: Dr. Doreen Werner vom Leibniz Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (kurz ZALF) in Müncheberg. Sie verantwortet dort den so genannten „Mückenatlas“. Was es damit auf sich hat, welche Rolle Mücken im Ökosystem spielen und wie die Insekten als Virentaxi für diverse Krankheitserreger funktionieren, dazu mehr in dieser Episode von #ÜberLeben. Redaktion: Jörn Ehlers Infos zum Mückenatlas: www.mueckenatlas.com
Jun 10, 2022
Großstadtdschungel
1666
In Kenias Hauptstadt Nairobi leben Leoparden, die sich u.a. von Haushunden ernähren. Ganz soweit ist es hierzulande noch nicht, aber auch bei uns entdecken immer mehr wilde Tiere die Stadt als Lebensraum. Wanderfalken, Waschbären, Waldohreulen: Das Spektrum der tierischen Stadtbewohner ist breit. Allein in Berlin wurden 200 verschiedenen Wildtierarten ausgemacht. In ganz Deutschland sollen es 10.000 sein. Über einige dieser Landflüchtlinge wollen wir heute in #ÜberLeben reden und zwar mit Albert Wotke, der beim WWF das Flächennaturschutzprogramm leitet. Er berichtet von Fast-Food für Füchse, Besuch vom Gartenrotschwanz und erzählt, warum es für Halsbandsittiche am Rhein so schön ist. Redaktion: Jörn Ehlers Infos zu Exkursionen: https://www.wwf.de/aktiv-werden/wwf-erlebnistouren
Jun 03, 2022
Tief ins Glas geschaut
2096
Auch das noch! Die Meldung kam diese Woche vom Deutschen Brauerbund: Die Bierflaschen könnten knapp werden. Der Grund: stark gestiegene Energiepreise und unterbrochene Lieferketten. Putins Krieg in der Ukraine hinterlässt seine zugegebenerweise verkraftbaren Spuren in Sektoren, wo die meisten sie wohl nicht erwartet haben. Anlass für uns dem Thema „Glas“ und seiner Umweltbilanz einmal etwas genauer auf den Grund zu gehen. Es geht um Energie, Scherben, Recycling und nicht zuletzt um Parfum. Zu Gast im ÜberLeben Podcast heute einer, der davon etwas versteht: Thomas Eidloth, Nachhaltigkeitsbeauftragter von Heinz Glas in Franken. Außerdem dabei Laura Griestop, die sich beim WWF um das Thema Kreislaufwirtschaft und Verpackungen kümmert.
May 27, 2022
Der Froschkönig - Willi sucht die Wunderkröte
3710
Das erhabenste Gefühl der Welt? Einer Kröte in die magischen Augen gucken! Das sagt Willi Weitzel in dieser Ausgabe unseres #ÜberLeben-Podcast. Willi kennen wir alle, als Moderator von "Willi wills Wissen," einem TV-Format für Kinder, bei dem er sich Themen gestellt hat, die andere nicht mit der Kneifzange anfassen wollen. Über Jahre hat er komplexe Themen so verarbeitet, dass Kinder sie einfach verstehen konnten. Und dafür lieben sie Willi. Auch heute noch, wenn die Kinder schon gar keine Kinder mehr sind. Wir haben Willi eingeladen, um mit ihm über seinen neuen Kinofilm zu sprechen - "Willi & die Wunderkröte". Der Film geht auf eine Reise von einem Weiher in Bayern über Ägypten bis nach Panama in eine Frosch-Rettungsstation. Klimakrise, Krankheiten und nicht zuletzt der Mensch rücken den Amphibien immer enger auf die Pelle. Wenn nicht schleunigst was passiert, verlieren wir eine farbenfrohe, faszinierende Artenvielfalt. Mit dieser Ausgabe wird übrigens manches neu im Überleben-Podcast-Kosmos. Wir haben ein frisches Studio, ihr könnt uns beim Reden nun auch hin und wieder zugucken und es gibt zum ersten Mal eine Co-Moderation von Luise Nessler aus dem WWF Kinder- und Jugendprogramm & Klaus Esterluß aus dem WWF Social Media Team. Schreibt uns gerne eure Meinungen & Ideen. Wünscht euch Themen und verratet uns eure Lieblingskröte.
May 13, 2022
Immer diese Radfahrer
1577
„Fahrräder sind das neue Klopapier“, hieß es schon in der der ersten Corona Welle, als die Nachfrage nach Drahteseln sprunghaft anstieg. Damals war es vor allem die Furcht vor der Ansteckung im öffentlichen Nahverkehr, die die Menschen zum Umstieg motivierte. Jetzt sind es die gestiegenen Spritpreise. Die Fahrradhändler freuen sich, doch ob der Boom wirklich zu einem Umdenken auf der Straße führt, bleibt abzuwarten. Einschätzungen über Gegenwart und Zukunft eines schon sehr alten Verkehrsmittels liefert heute in Überleben Elena Laidler-Zettelmeyer vom Bundesverband Zukunft Fahrrad. Eine Interessenvertretung von mittlerweile mehr als 50 Unternehmen aus der Branche. Redaktion: Jörn Ehlers Kursangebote der WWF-Akademie: https://www.wwf-akademie.de/
May 06, 2022
Kurzschluss
1568
Mai 2022. Die Heizperiode ist beendet. Zumindest für dieses Jahr. Doch im kommenden Winter könnte es hierzulande empfindlich kalt werden, denn geheizt wird meist mit Gas und das wiederum kommt bekanntlich vor allem aus Russland. Noch. Nachdem russische Panzer durch die die Ukraine rollen und immer neue Gräueltaten bekannt werden, wird der Ruf nach einem Embargo lauter, um nicht immer weiter Putins Kriegskasse mit Milliarden zu füllen. Denkbar ist auch, dass der Kreml selbst den Gashahn zudreht. Deutschland sitzt in der Falle, denn nicht nur Gas, sondern auch Öl, Steinkohle und selbst Uran kommt aus dem Einflussbereich von Vladimir Putin. Die energiepolitische Abhängigkeit erhitzt die Gemüter: Kann die deutsche Wirtschaft einen Ausstieg verkraften, steigen die Energiepreise ins Uferlose, sollte der Kohleausstieg verschoben, neue Gasfelder erschlossen und alte AKws weiterbetrieben werden? Beschleunigt die Debatte die nötige Energiewende oder droht eher ein Rückschlag? Fragen über Fragen, über die wir heute in #ÜberLeben mit Viviane Raddatz und Felix Schmidt aus dem Klimateam des WWF reden. Redaktion: Jörn Ehlers
Apr 29, 2022
Angeln im Aquarium
1608
Fisch ist gesund. Die kulinarische Beliebtheit der Schuppentiere ist allerdings alles andere als gesund für die Meere, denn die sind inzwischen vielerorts ziemlich leergefischt. Eine Alternative könnten Fischfarmen, so genannte Aquakulturen sein. Die Branche boomt. Hier werden inzwischen Jahr für Jahr mehr als 110 Millionen Tonnen Fisch und Meeresfrüchte produziert. Das ist deutlich mehr als die Fischer an Wildfang aus ihren Netzen ziehen. Das Spektrum solcher Anlagen ist breit und reicht vom Karpfenteich über Shrimps-Produktion im Mangrovenwald bis hin zu gewaltigen küstennahen Käfiganlagen. Massentierhaltung unter Wasser, die nicht nur Fisch, sondern auch Probleme produziert. Über Gegenwart und Zukunft der Fischproduktion reden wir heute in #ÜberLeben mit dem Fischfachmann unsere Vertrauens Phillip Kanstinger. Redaktion: Jörn Ehlers
Apr 22, 2022
Krieg in der Speisekammer
1719
Leere Regale. In Zeiten von Corona- wurden Klopapier und Nudeln knapp. Hamstern war angesagt. Jetzt, nach dem russischen Überfall auf die Ukraine herrscht bei Sonnenblumenöl und Mehl Ebbe in den Supermarktregalen. Und nicht nur das: Jetzt steigen auch noch die Preise. Was hat der Krieg mit der Versorgungslage hierzulande zu tun und bedrohen die Bombardements indirekt die Ernährung von Menschen, die ohnehin schon hungern? Was bedeutet der Konflikt für die europäische Agrarpolitik und sollten wir wegen Putin am besten auf das lieb gewonnene Schweineschnitzel verzichten? Hintergründe zu Fragen wie diesen liefert in dieser Folge von #ÜberLeben Johann Rathke, Koordinator für Agrar- und Landnutzung beim WWF Deutschland. Redaktion: Jörn Ehlers
Apr 08, 2022
Die Wilderer sind unter uns
1573
Ein Mord schockte vor wenigen Wochen die Republik. Eine Gegend, in der sich normalerweise Fuchs und Has gute Nacht sagen, wurde zum tragischen Schauplatz eines Kapitalverbrechens. Zwei Wilderer in Rheinland-Pfalz erschossen aus Furcht vor Entdeckung zwei Polizisten. Viele Beobachter rieben sich angesichts der Dimension des Falls verwundert die Augen. Wilderei in Deutschland? Ist das nicht eher ein Delikt aus längst vergangenen Zeiten oder findet allenfalls auf fernen Kontinenten statt? Keineswegs. Über das Thema Wilderei und Artenkriminalität klärt uns heute bei #Überleben der Wildtierexperte des WWF, Moritz Klose, auf. Redaktion: Jörn Ehlers
Apr 01, 2022
Schlammschlacht an der Elbe
1377
Erst vor wenigen Monaten meldete die Stadt Hamburg Vollzug. Die Vertiefung der Elbe sei abgeschlossen. Es war der vorläufige Schlusspunkt unter ein 800 Millionen Euro teures Mammutprojekt, das die Stadt gegen den massiven Widerstand von Naturschützern durchgedrückt hatte. Die Betonung liegt allerdings auf „vorläufig“, denn gebaggert wird weiter. Mit jeder Flut spült die Elbe jede Menge Sedimente in Richtung Hansestadt. Damit riesige Containerschiffe trotzdem den Hafen anlaufen können, sind die Bagger nach wie vor im Einsatz. Doch wohin mit dem Schlamm? Am liebsten möchte die Stadt das belastete Baggergut wohl ausgerechnet vor der Vogelschutzinsel Scharhörn am Rande des Nationalparks ins Wattenmeer kippen. Keine gute Idee, finden Naturschützer. Ein neuer Streit bahnt sich an. Juristische Folgen nicht ausgeschlossen. Zu Gast im #Überleben Podcast diesmal Beatrice Claus. Sie war für den WWF schon an den Auseinandersetzungen an der Ems beteiligt, ein Fluss der geopfert wurde, nur um überdimensionierte Kreuzfahrtschiffe ans Meer zu transportieren. Außerdem versuchte sie gemeinsam mit BUND und Nabu im „Bündnis Tiedeelbe“ die schlimmsten ökologischen Schäden durch die erneute Vertiefung der Elbe in Grenzen zu halten. Redaktion: Jörn Ehlers Zur Petition: https://www.bund-hamburg.de/kein-gift-ins-watt
Mar 25, 2022
Maja und ihre wilden Verwandten
1709
Sie sind wieder da. Mit dem Sprießen der ersten Schneeglöckchen und Krokusse beginnt es allmählich wieder zu brummen in unseren Gärten und in Wald und Flur. Die Rede ist von Bienen, denen wir heute eine Episode von #ÜberLeben widmen. Von Killerinsekten und Superbestäubern bis hin zu Gelee Royale und Erdbeertorte, wir nutzen die Gelegenheit, unseren Bienenexperten Florian Lauer alles zu fragen, was uns zu den angeblich so fleißigen Insekten einfällt. Redaktion: Jörn Ehlers
Mar 18, 2022
Lang lebe Technik
1737
Jeder einzelne von uns wirft im Schnitt pro Jahr zehn Mixer, 20 Handys und fünf Toaster auf den Müll: 10 Kilo Elektroschrott fallen hierzulande pro Kopf an. Damit verbunden ist nicht nur eine gewaltige Ressourcenverschwendung sondern auch ein leider immer noch wachsendes Umweltproblem. Die Aktion „Lang lebe Technik“, initiiert von Forschungsinstituten und Verbraucherzentralen hat der Elektromülllawine den Kampf angesagt. Mit Tamina Hipp von der TU Berlin ist heute eine der Initiatorinnen bei #ÜberLeben zu Gast. Gemeinsam mit Rebecca Tauer, die beim WWF zum Thema Kreislaufwirtschaft arbeitet, reden wir über kaputte Fernseher, alte Waschmaschinen, Repair Cafes und Tauschbörsen. Redaktion: Jörn Ehlers Weitere Infos zu Obsoleszens, Reparatur und Service: https://de.ifixit.com https://www.kaputt.de https://langlebetechnik.de
Mar 11, 2022
Abfall, der keiner ist
1364
Aktivisten kleben sich mit Superkleber auf die Autobahn, sie springen im Februar ins eisige Hamburger Hafenbecken oder sie versuchen, Flughäfen zu blockieren - und das alles nur, um gegen die Verschwendung von Lebensmitteln zu protestieren. Angesichts von weltweit mehr als 800 Mio. hungernder Menschen ist das Anliegen der Demonstranten der „Letzten Generation“ sicher aller Ehren Wert. Nun sind Lebensmittel aber kein Atommüll und es fragt sich, ob der Berg an Essensresten wirklich ein so gravierendes ökologisches Problem darstellt, dass der Einsatz drastischer Protestformen gerechtfertigt erscheint. Über diese Frage und Auswege aus dem Abfalldilemma reden wir heute in #ÜberLeben mit Tanja Dräger, die sich für den WWF seit Jahren mit den Umwelteffekten der Lebensmittelverschwendung beschäftigt. Redaktion: Jörn Ehlers
Mar 04, 2022
Die Grenzen des Wachstums
2015
Der Planet steht vor dem Burnout. Eine bedrohliche, aber nicht wirklich neue Erkenntnis. Der Club of Rome legte diese Diagnose mit seinem Bericht „Die Grenzen des Wachstums“ schon vor ziemlich genau 50 Jahren vor. Die Analyse des Autorenteams vom Massachusetts Institute of Technologie rechnete schon 1972 vor, dass die vorhandenen Ressourcen, seien es Öl, Gas oder Metalle, nicht mehr lange reichen würden, um den immer üppigeren Lebensstil einer weiter ungebremst wachsenden Weltbevölkerung zu stillen. Ihre Szenarien prägten die umweltpolitische Diskussion entscheidend. Inzwischen sind fünf Jahrzehnte ins Land gegangen; Wirtschaft und Konsum brummen nach wie vor, doch die Sorgen, dass das alles bald eine Ende haben könnte, sind angesichts von Artensterben und Klimakrise nicht geringer geworden. Über die Szenarien des „Klassikers der Umweltliteratur“ reden wir mit einem, der es wissen muss. Zu Gast im ÜberLeben Podcast der Unternehmer Max Schön, der von 2007-2016 Präsident der Deutschen Gesellschaft des Club of Rome war und überdies seit 2018 im Stiftungsrat des WWF Deutschland aktiv ist. Redaktion: Jörn Ehlers
Feb 25, 2022
Das Jahr des Tigers
1427
Schätzungsweise 20.000 Tiger leben mittlerweile hinter Gittern. Sie vegetieren in privaten Gehegen von mehr oder weniger durchgeknallten Katzenfans dahin oder werden auf Tigerfarmen in China, Laos oder Thailand gezüchtet, wo es darum geht, Knochen, Fell und Organe der Tiere möglichst schnell zu Geld zu machen. In Freiheit streifen allenfalls noch 4.000 Exemplare, verteilt auf ein Dutzend Staaten, durch die schrumpfenden asiatischen Wälder. Nach dem chinesischen Horoskop hat das Jahr des Tigers gerade erst begonnen. Ein Grund für uns einmal genauer hinzuschauen wie es um das Leben und Sterben der Großkatze bestellt ist. Zu Gast im #ÜberLeben Podcast: die WWF Kollegin Kathrin Samson, die seit Jahren im Einsatz für die gesteiften Katzen ist. Redaktion: Jörn Ehlers
Feb 11, 2022
Money makes the world go round
1523
Geld regiert die Welt, doch wer regiert das Geld? Bei der Beantwortung der Frage landet man ziemlich schnell bei den Banken. Die reden zumindest ein gehöriges Wort mit, wenn es darum geht, unser Wirtschaftssystem auf einen besseren, nachhaltigeren Kurs zu bringen. Und genau deshalb lohnt es sich, einen Blick auf die deutschen Geldhäuser zu werfen, um zu schauen, wie sind die eigentlich aufgestellt, wenn es um Klimaschutz und den Schutz von Umwelt und Natur geht. Parisa Shahyari aus dem Finanzteam des WWF hat genau das getan. In ihrem Rating stellt sie fest, dass zwar noch viel Luft nach oben ist aber allmählich scheint es auch eine Art Klimawandel hinter dem Bankschalter zu geben. In #ÜberLeben beschäftigen wir und diesmal mit der Rolle der Banken auf dem Weg zu einem nachhaltigen Wirtschaftssystem. Redaktion: Jörn Ehlers
Feb 04, 2022
Der gefrorene Planet
1832
Es taut und zwar gewaltig. Der Klimawandel lässt nicht nur Eisberge und Gletscher schmelzen, auch die Erde selbst taut immer mehr auf. Dabei ist Permafrost, also dauerhaft gefrorener Boden, eigentlich keine Seltenheit. Auf der Nordhalbkugel liegen die Temperaturen im Untergrund auf rund 20 Prozent der Landfläche unter dem Gefrierpunkt. Noch. Denn mit dem eisigen Dornröschenschlaf könnte es bald vorbei sein. Die Folgen für Klima, Wirtschaft und Gesundheit sind schwer kalkulierbar. Wir versuchen es trotzdem. Auf der Suche nach Experten zu dem frostigen Thema sind wir in Thüringen fündig geworden. Dort arbeitet Max Boxleitner für den WWF. Er kümmert sich eigentlich um Luchse ist aber von Hause aus Geowissenschaftler und nach dazu mit der Paläobotanikerin Kseniia Boxleitner vom Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte verheiratet, die wiederum über Permafrost in Jakutien promoviert hat. Redaktion: Jörn Ehlers
Jan 28, 2022
Erdbeeren und andere durstige Früchtchen
1615
"Esst mehr Obst und ihr bleibt gesund", steht manchmal auf den Papiertüten der Obstverkäufer. Für die Menschen mag das auch stimmen, für die Natur stimmt das nicht immer! Insbesondere wenn schon im Winter in den Tüten Erdbeeren, genauer gesagt Früherdbeeren, stecken, wird es problematisch. Das Dilemma bei den roten Früchtchen, vor allem wenn sie aus Spanien kommen ist, dass sie viel Wasser verbrauchen und das ist alles andere als gut für die Natur. Beobachten kann man das in der Doñana, einem Feuchtgebiet im südspanischen Andalusien, das zum Weltnaturerbe der Menschheit gehört. Zu Gast beim #ÜberLeben Podcast diesmal: Juliane Vatter. Sie ist die Wasserspezialistin vom WWF Deutschland. Außerdem dabei: Patrick Freund, der sich um verbesserte Lieferketten kümmert und dazu muss man u.a. den Wasserverbrauch minimieren. Wir sprechen über illegale Plantagen, gefährliche Bohrlöcher und was das mit unserem Konsum in Deutschland zu tun hat. Redaktion: Jörn Ehlers
Jan 21, 2022
Das Preisschild lügt
1262
Ein Kilo Gehacktes ist schon für weniger als fünf Euro zu haben, und das ist eindeutig zu billig. Das meint zumindest der neue Landwirtschaftsminister Cem Özdemir. Er ließ kurz vor Weihnachten verlauten, es dürfe „keine Ramschpreise für Lebensmittel mehr geben, sie treiben Bauernhöfe in den Ruin, verhindern mehr Tierwohl, befördern das Artensterben und belasten das Klima“. Recht hat der Mann. Leider. Mit dem den wahren Kosten von Lebensmitteln beschäftigt sich auch Tanja Plötz aus dem Landwirtschaftsbereich des WWF, die diesmal in #ÜberLeben zu Gast ist. Sie arbeitet am so genannten "True Cost Accounting" . Das ist ein Instrument, mit dem man versucht, sich den ökologischen und sozialen Nebenkosten im Einkaufskorb zu nähern. Mehr über Nahrungsmittel und ihre Preise in der neuen Folge von #ÜberLeben. Redaktion: Jörn Ehlers
Jan 14, 2022
Taxonomie: Fundraising für Atom und Gas
1535
„Supergau für den Klimaschutz“, „Greenwashing“, „Das grenzt an Wahnsinn“: Das mediale Echo auf den Vorschlag der EU-Kommission war verheerend. Die möchte nämlich künftig Geld für Atomkraftwerke und Gaskraftwerke als „nachhaltiges Investment" einstufen. Für viele ist das offenbar eher ein Vorschlag aus Schilda. Doch zu den Fakten: Hintergrund der Debatte ist, dass die EU dafür sorgen will, dass künftig mehr Geld in umweltfreundliche Projekte fließt. Die Frage ist allerdings: Was ist wirklich umweltfreundlich? Damit es Investoren künftig leichter haben, möchte die EU eine Art „Ökosiegel für Finanzprodukte“ schaffen. Wenn das funktionieren soll, muss man sich allerdings auf ein System einigen, das die Kriterien für solche nachhaltigen Projekte festlegt, die so genannte Taxonomie. Und wie so oft liegt der Teufel mal wieder im Detail. Um ein wenig Licht in das Dunkel der europäischen Finanzpolitik zu bringen, sprechen wir in dieser Episode von #ÜberLeben mit dem WWF-Mann für knifflige Finanzthemen, Matthias Kopp, über die Hintergründe und die Bedeutung der Auseinandersetzung. Redaktion: Jörn Ehlers
Jan 07, 2022
Die kleine Tierschau
1943
Tierisch tierisch. Das Jahr neigt sich dem Ende zu, und viele lassen die vergangenen zwölf Monate noch einmal Revue passieren. Wir auch. Nachdem zuletzt von allen möglichen Organisationen Vögel, Libellen, Fische und sogar Mikroorganismen des Jahres gekürt worden sind, wollen wir wir in unserem animalischen Rückblick schauen, was sonst noch so anlag an tierischen Themen 2021. Zu Gast bei #ÜberLeben diesmal Stefan Ziegler. Stefan ist Zoologe und kümmert sich für den WWF schwerpunktmäßig um Naturschutzprojekte in Asien. Er kennt sich aber auch in anderen Weltgegenden gut aus mit dem, was dort so kreucht und fleucht. Gemeinsam mit ihm blicken wir zurück auf ein Jahr mit fetten Bären, leckeren Mehlwürmern und wandernden Elefanten. Redaktion: Jörn Ehlers
Dec 31, 2021
Eingefroren
1591
Ein Jahr lang im Eis – das fasst eine der größten Arktisexpeditionen in wenigen Worten zusammen. 24 Stunden Dunkelheit, 24 Stunden Sonne, Kälte, Begegnungen mit Eisbären – das war für ein Jahr Normalität für die vielen Forscher:innen, die sich auf der Polarstern einfrieren ließen und mit dem Eis mitdrifteten. Tausenden Datensätze, die sie gesammelt haben, sind längst noch nicht vollständig ausgewertet, aber einige Erkenntnisse und Einblicke stechen schon jetzt hervor. Zum Beispiel, wie weit das Eis im arktischen Sommer bereits zurückweicht. Weiter und schneller, als selbst viele drastische Szenarien vorausgesagt haben. Die Klimakrise hat die Arktis längst erreicht – mit weitreichenden Folgen für den Rest der Welt. Wir sprechen in dieser Folge mit Prof. Markus Rex, der die große MOSAiC-Expedition geleitet hat, über seine Erlebnisse in der Arktis und seine Schlussfolgerungen daraus für Politik und Wirtschaft. Redaktion: Lea Vranicar
Dec 17, 2021
Mehr Licht
1652
„Mehr Licht!“ Das waren 1832 angeblich die letzten Worte von Johann Wolfgang von Goethe. Angesichts des trüben Wetters in der dunklen Jahreszeit möchte man sich der Forderung des Dichterfürsten durchaus anschließen. Doch wo Licht ist, ist eben auch Schatten. Wir reden heute in #ÜberLeben mit Frauen, die sich auskennen mit Licht. Wir sprechen über den Energieverbrauch von Weihnachtsschmuck, die Ökobilanz von Kerzen und das relativ neue Phänomen der Lichtverschmutzung. Mit dabei diesmal: Anja Fricke vom Ökostromanbieter Lichtblick, Ilka Petersen vom WWF und die Insektenforscherin Sibylle Schroer vom Leibnitz Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei. Redaktion: Jörn Ehlers
Dec 10, 2021
Kuh und Milch im Öko-Check
1848
Der Appetit auf Milch und Milchprodukte scheint in Deutschland ungebrochen. Trotz Haferdrinks, Sojatrunk und anderer Alternativen konsumieren wir hierzulande pro Jahr, rund 140 Liter pro Person. Nicht nur als Getränk, sondern auch in Form von Butter, Joghurt oder Käse. Doch das Lebensmittel aus dem Euter ist zuletzt zunehmend die Kritik geraten. Rinder belasten das Grundwasser, sie gelten als Klimakiller und Waldzerstörer. Doch was ist dran an diesen Vorwürfen? Darüber reden wir heute in #ÜberLeben mit der Milchbäuerin Kristina Schmalor und Michael Berger aus dem Landwirtschaftsbereich des WWF. Redaktion: Jörn Ehlers
Dec 03, 2021
Wintersport: Freizeitspaß oder weißer Wahnsinn
1859
Der Winter naht. Wenn es die Pandemie zulässt, geht mit dem Start der kalten Jahreszeit auch der Skizirkus in eine neue Runde. Für Liftbetreiber, viele Hoteliers und Gastronomen ist das eine wichtige Einnahmequelle. Doch die Natur der Berge ächzt unter dem Ansturm der Touristen. Immer neue Lifte, mehr als 25.000 Ski-Kanonen, 1.000 Speicherbecken, Zufahrtstrassen und Infrastruktur hinterlassen in der einst unberührten Bergwelt der Alpen ihre Spuren. Hat Skifahren in Zeiten der Erderhitzung überhaupt noch eine Zukunft? Und wie lässt sich der weiße Sport möglichst sanft betreiben? Über Fragen wie diese sprechen wir mit Anita Wyss. Sie ist Geschäftsführerin des WWF Glarus, einem kleinen Kanton im Osten der Schweiz, und sie hat u.a. die Skiverbindung Andermatt-Sedrun eng begleitet. Wir sprechen über Schneefabriken, Snow Farming und dem Sinn und Unsinn von Abfahrten unterm Hallendach. Redaktion: Jörn Ehlers Weitere zu sanftem Wintertourismus: www.alpine-pearls.com www.winterrail.eu
Nov 26, 2021
Mit Brief und Siegel
1673
Blaue Engel, grüne Frosche, stilisierte Bäume, Blumen oder Fische: Zumindest auf den Ökosiegeln nimmt die Artenvielfalt noch immer zu. 455 verschiedene Umweltzeichen aus 199 Ländern listet der so genannte ECO Label Index auf. In diesem Dschungel der grünen Zertifikate ist es nicht so leicht den Überblick zu behalten und so mancher sieht den Sinn vor lauter Siegeln nicht mehr. Entlasten solche Gütesiegel wie FSC, Grüner Knopf oder Fair trade tatsächlich die Umwelt oder ist das Ganze doch oft ein Etikettenschwindel? Die Antwort ist wie immer kompliziert. Wir versuchen es in dieser Episode von ÜberLeben trotzdem und sprechen mit Alfred Schumm, der lange im Aufsichtsrat des Marine Stewardship Council (MSC), dem wohl bekanntesten Umweltlabel für Fisch, gesessen hat. Er berichtet über die Möglichkeiten solcher Standards und zeigt zugleich ihre Grenzen auf. Redaktion und Moderation: Jörn Ehlers
Nov 19, 2021
Klimaschutz auf der Chefetage
1756
Ohne die Wirtschaft wird das nichts mit dem Klimaschutz. Aber warum sollten sich Unternehmen klimafit machen, welche Vorteile haben sie dadurch? Und wie geht das richtig, unternehmerischer Klimaschutz, der nicht bloß mit Slogans à la Klimaneutralität wirbt? Dazu sprechen wir mit den WWF-Expert:innen Juliette de Grandpré und Sebastian Öttl. Sie haben einen Leitfaden für Unternehmen entwickelt. Schritt 1: ein wissenschaftsbasiertes Ziel setzen. Schritt 2: anfallende Emissionen in der gesamten Lieferkette erfassen und mit einem Preisschild versehen - dann schnellstmöglich und umfassend reduzieren. Was nicht sofort reduziert werden kann, für Investitionen für den Klimaschutz nutzen. Und Schritt 3: Transparent und offen kommunizieren. Redaktion: Lea Vranicar https://www.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/Unternehmen/WWF-Leitfaden-Klimastrategien-Fit-fuer-Paris.pdf
Nov 05, 2021
Überlebenskunst
1219
Kunst und Natur ist eigentlich ein klassisches Gegensatzpaar. Aber beides hat auch einiges gemeinsam. Für beides braucht man z.B. Geld. Einer, der sich beim WWF Gedanken über innovative Finanzquellen Gedanken macht, ist Karl Nowak. Er geht mit einem neuen Projekt an den Start: Kryptokunst für die Natur, Überlebenskunst, wenn man so will. Was sich dahinter verbirgt erklärt er in unserer neuen Episode von #ÜberLeben. Redaktion: Jörn Ehlers Kryptokunst zum anschauen und weitere Infos: https://www.wwf.de/aktiv-werden/nfa
Oct 29, 2021
Auf dem Weg zur grünen Null
1799
Klimaneutralität bis 2045 – das hat Deutschland sich als Ziel gesetzt. Ambitioniert. Aber machbar, wie auch Bernhard Pötter sagt. Der Journalist hat ein Buch zum Thema geschrieben, „Die Grüne Null“: „Wir wissen, wie es geht, wir haben die Techniken und wir haben das Geld“, sagt er. Es sei vor allem eine Management-Aufgabe, jetzt schnell an allen Schrauben gleichzeitig zu drehen. Was das konkret bedeutet, wie die Chancen unter einer „Ampel“-Regierung dafür stehen und was wir von der Klimakonferenz in Glasgow erwarten können, darüber sprechen wir in dieser Folge des WWF Podcasts „ÜberLeben“. Redaktion: Lea Vranicar Mehr dazu: die-gruene-null-isbn-978-3-492-07088-1
Oct 22, 2021
Auf Leben und Tod
1267
Wir sind nicht allein auf diesem Planeten. Gott sei Dank. Die Menschheit teilt sich mindestens die Hälfte ihres Lebensraums mit wilden Tieren. Und damit sind nicht nur Motten, Fliegen und Kakerlaken gemeint. Aber wie das so ist mit Nachbarn, nicht immer klappt das Zusammenleben ohne Streit. Problembären, die Mülltonnen plündern, Elefanten oder Wildschweine, die Äcker umpflügen oder Wölfe, die es auf Schafe abgesehen haben, sind Beispiele für manchmal sogar tödliche Konflikte. Mensch-Tier-Konflikte ist das Thema dieser Episode von #Überleben. Zu Gast Sybille Klenzendorf, die sich u.a. in der Arktis darum kümmert, dass es möglichst nicht zu Zusammenstößen zwischen Eisbären und den menschlichen Bewohnern der eiskalten Region kommt. Sie erläutert, was passieren muss, um generell Konflikte zu vermeiden oder mindestens zu entschärfen. Wichtig ist dabei , dass wir wieder lernen müssen, mit wilden Tieren zu leben. Redaktion: Jörn Ehlers Weitere Infos: https://www.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/Artenschutz/A-future-for-all_the-need-for-human-wildlife-coexistence.pdf https://www.wwf.de/2021/juli/mensch-gegen-tier-ein-globaler-konflikt
Oct 15, 2021
Die Konferenz der Tiere
1686
Es ist ein Klassiker der Kinderliteratur: Erich Kästners „Konferenz der Tiere“. Weil die Menschen es nicht hinbekommen, Kriege, Umweltzerstörung und Generationengerechtigkeit in den Griff zu bekommen, beschließen die Tiere, die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Mit Erfolg. Was in dem Kinderbuch von 1949 funktioniert, lässt sich leider wohl nicht auf die reale Welt übertragen. Deshalb versuchen die Staaten mit dem Übereinkommen zum Erhalt der biologischen Vielfalt, kurz CBD, Artensterben und Umweltzerstörung zu stoppen. Bisher vergeblich. Jetzt steht eine neue Runde im Verhandlungspoker zur Rettung der Natur an. Einer, der für den WWF dabei ist, ist Florian Titze. Der Politologe hat für die Vereinten Nationen in New York internationale Verhandlungen zu unterschiedlichen Themen begleitet, bevor er zum WWF nach Berlin gewechselt ist und sich hier den Verhandlungen zur Biodiversitätskonvention widmet. Er gibt Einblicke in den „Plan zur Weltrettung“, erläutert, worauf es jetzt ankommt, und wir erfahren, wie er die Erfolgsaussichten dieses internationalen Pakts für die Natur einschätzt. Redaktion: Jörn Ehlers
Oct 08, 2021
Süße Sünde: Kakao und seine Nebenwirkungen
1491
Schokolade steht hierzulande ganz oben auf der Liste der Lieblingsleckereien. Ungefähr 100 Tafeln von der „zartesten Versuchung“ verputzt jeder Deutsche, vom Baby bis zum Greis, pro Jahr. Angeblich führt der Konsum bei den Schokoliebhaber:innen zur Ausschüttung von Glückshormonen. Weniger glücklich dürften allerdings die Kakaobauern in Westafrika sein, denn viele von ihnen leben unter der Armutsgrenze, Kinderarbeit ist keine Ausnahme, und der Anbau der „braunen Bohnen“ verursacht einen tiefen ökologischen Fußabdruck. Wir schauen in dieser Episode von #ÜberLeben mit Kerstin Weber vom WWF hinter die Schokoladenseite der beliebten Süßigkeit. Die Agrarökologin arbeitet für Kakao-Projekt in Ecuador und sie beschreibt, was von Zertifizierungen zu halten ist, wo die Probleme liegen und vor allem was man besser machen kann. Wir erfahren, warum Schokoriegel nichts für Hunde sind und ob die „Speise der Götter“ tatsächlich als Aphrodisiakum zu empfehlen ist. Redaktion: Jörn Ehlers
Oct 01, 2021
Auf dem falschen Dampfer
1658
Kreuzfahrten: Für die einen ein Traum, für die anderen eher ein Alptraum. Mehr als 400 dieser schwimmenden Hotelburgen schippern inzwischen über die Ozeane. Lange verzeichnete die Branche traumhafte Wachstumsraten. Was die Reeder freut, treibt Meeresschützern Sorgenfalten auf die Stirn. Denn die Umweltbilanz der weißen Flotte hat dunkle Flecken. Hoher Schadstoffausstoß, mäßige Energiebilanz und nicht von allen geliebte Horden von Tagestouristen, die Venedig, Dubrovik und andere Hafenstädten unsicher machen. Durch Corona fand der Boom der Traumschiffe ein jähes Ende. Zeit für eine Zwischenbilanz. Steht die Branche vor dem Untergang oder geht es jetzt wieder richtig los? Fällt die Ökobilanz der dicken Pötte wirklich so finster aus? Über die Zukunft der Kreuzfahrtindustrie und was sie besser machen kann, reden wir heute mit Sönke Diesener vom Naturschutzbund Deutschland. Der NABU beschäftigt sich seit Jahren mit den Schattenseiten der Branche. Redaktion: Jörn Ehlers Weitere Infos: https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/verkehr/schifffahrt/kreuzschifffahrt/28648.html
Sep 24, 2021
Waldelefanten: Unsanfte Riesen
1649
Man kann ihnen nicht entgehen. Sie sind die Helden unserer Kinderbücher, rauben den Eltern als "Benjamin Blümchen" oder "Dumbo" mit den Riesenohren den letzten Nerv und so mancher hat schon in Rüsseltier-gebrandeten Schuhen laufen gelernt. Die Rede ist natürlich von: Elefanten. Die Inder haben mit Ganesha sogar einen Gott mit Elefantenkopf und nicht nur sie faszinieren die sanften Riesen, auch wenn die Tiere außerhalb des Tempels oft nicht ganz so sanft sind. Einer, der davon erzählen kann, ist Thomas Breuer. Der Biologe hat fast 20 Jahre in Zentralafrika gelebt, geforscht und u.a. den Nouabalé-Ndoki Nationalpark in der Republik Kongo gemanagt, einem der letzten Rückzugsgebiete von Waldelefanten. Über den Überlebenskampf der Dickhäuter berichtet er in unserer heutigen Ausgabe von #ÜberLeben. Redaktion: Jörn Ehlers
Sep 17, 2021
Geld von Vater Staat
1557
Es geht um Geld. Genauer gesagt um sehr viel Geld. Flugbenzin und Dieselprivileg, reduzierte Mehrwertsteuer auf Fleisch und Baukindergeld. Die Liste staatlicher Gelder, mit denen nicht nur die Bürgerinnen und Bürger beglückt werden, sondern durch die leider auch die Belastung der Umwelt befeuert wird, ist lang. Umweltschädliche Subventionen sind das Thema unserer heutigen Episode von #ÜberLeben. Eine neue Studie aus Großbritannien rechnet vor, dass solche staatlichen Zuschüsse weltweit jedes Jahr Schäden in Höhen von sechs Billionen Dollar anrichten. Auch in Deutschland ist das nicht anders. Über die Situation hierzulande reden wir heute gleich mit zwei WWF-Kolleg:innen: Viviane Raddatz. Sie leitet den Klimabereich und Matthias Kopp der zuständige Mann, wenn es um nachhaltige Finanzmärkte geht. Sie versuchen, ein wenig Licht in den Subventionsdschungel zu bringen und haben den einen oder anderen finanzpolitischen Vorschlag für die künftige Bundesregierung, um staatliche Gelder nachhaltiger einzusetzen. Redaktion: Jörn Ehlers https://www.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/Unternehmen/Impulspapier-Modernisierung-mutig-gestalten.pdf
Sep 10, 2021
Was, wenn wir einfach die Welt retten
1696
Untergangs-Szenarien mag Frank Schätzing, das hat allein schon sein wohl erfolgreichster Roman „Der Schwarm“ bewiesen. Nun widmet er sich einem anderen drohenden Untergangs-Szenario – nämlich dem der Klimakrise. Anders als sein Meeres-Thriller ist sein neues Buch keine Fiktion. Leider. Aber er beschreibt, dass die Krise zu einem Happy End führen könnte, wenn wir jetzt und heute ausreichend gegensteuern. Wir sprechen mit Frank Schätzing über sein neues Buch „Was, wenn wir einfach die Welt retten?“ Redaktion: Lea Vranicar
Sep 03, 2021
Klimakrise vor der Haustür
1984
Gewaltige Brände am Mittelmeer. Sturzfluten in Deutschland. Die Klimakrise kommt nicht nur immer näher, sie ist bei uns vor der Haustür angekommen. Das zeigt nicht nur, wie wichtig es ist, die Erderhitzung zu begrenzen. Sondern auch, uns anzupassen – an die Folgen, die nicht mehr vermeidbar sind. „Die Natur ist keine Kulisse, sie ist unser Lebensraum“, sagt Beate Ratter, aktueller Gast in der aktuellen Episode von #ÜberLeben. Beate Ratter ist Professorin für Geografie an der Uni Hamburg und dem Helmholtz Zentrum Hereon in Geesthacht – und Expertin für das Thema Klimaanpassung. Redaktion: Lea Vranicar
Aug 27, 2021
Unter dem Pflaster liegt der Sand
1333
"Wie Sand am Meer" ist eine Redensart, die eigentlich beschreibt, wenn etwas im Überfluss vorhanden ist. Doch das alte Bibelzitat verliert seine Bedeutung, denn der begehrte Rohstoff wird immer knapper. Die Jagd auf die Sandvorräte der Welt hat längst begonnen und wie das so ist mit der intensiven Nutzung von Rohstoffen: Natur und Umwelt ziehen dabei mal wieder den Kürzeren. In der heutigen Episode von ‚ÜberLeben berichtet Marianne Henkel über die Hintergründe und Zusammenhänge des internationalen „Sand-Deals“. Sie leitet für den WWF ein Projekt am Mekong. Das größten Fluss-Delta Asiens bekommt durch den massiven Sandabbau große Probleme. Redaktion: Jörn Ehlers
Aug 20, 2021
Nach der Flut ist vor der Flut
2013
Mehr als 170 Tote und Sachschäden in Höhe von fast 30 Milliarden Euro. Das ist die vorläufige Schreckensbilanz des Hochwassers in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen vor wenigen Wochen. Jetzt ist erst einmal Aufräumen angesagt. Doch wir müssen in unserer heutigen Folge von #ÜberLbeen auch darüber reden, wie man solche Katstrophen in Zukunft verhindern kann. Einer, der als direkt Betroffener dazu einiges beitragen kann, ist der langjährige WWF-Kollege Günther Mitlacher. Das Hochwasser setzte den Keller und das komplette Erdgeschoß seines Wohnhauses unter Wasser und spülte die halbe Einrichtung davon. Außerdem zu Wort kommt heute Astrid Eichhorn. Auch sie hat im Osten der Republik bittere Erfahrungen mit „Jahrhunderthochwassern“ sammeln müssen. In der Folge hat sie in den vergangenen Jahren an der Elbe ein Projekt geleitet, bei dem es darum ging, einen Deich zu verlegen und natürliche Überflutungsflächen für den Fluss zurück zu erobern. Redaktion: Jörn Ehlers
Aug 13, 2021
Billigfleisch auf glühenden Kohlen
1792
Sommer, Sonne, Grillvergnügen. In unsere heutigen Ausgabe von #ÜberLeben widmen wir uns einer der sommerlichen Lieblingsbeschäftigungen der Deutschen: Rund ein Dutzend Mal pro Jahr wird in jedem Haushalt hierzulande der Rost befeuert. Dass Einweggrills und Alufolie nicht nur aus Umweltsicht Müll sind, haben wir mittlerweile schon gelernt, aber damit unser Ökogewissen beim Bruzeln im Freien nicht in Flammen aufgeht, sollte man auch auf ein paar andere Dinge achten. Denn Grillen ist eine ernste Angelegenheit. Zu Gast in der heutigen Episode sind Silke Oppermann, die für den WWF die Preise für Grillfleisch unter die Lupe genommen hat. Außerdem informiert "Holzdetektiv" Johannes Zahnen über Etikettenschwindel auf Grillkohlesäcken. Redaktion: Jörn Ehlers Weitere Infos: Marktanalyse Grillkohle https://www.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/WWF-EU-Marktanalyse-Grillkohle-2020.pdf Analyse der Grillfleischpreise https://www.wwf.de/themen-projekte/landwirtschaft/ernaehrung-konsum/fleisch/grillsaison-ist-billigfleischsaison
Jul 30, 2021
Streit ums Klima
1557
Verharmlosen wir, wenn wir vom "KlimaWANDEL" sprechen? Oder übertreiben wir, wenn wir von der "KlimaKRISE" schreiben? Die Wahl der Wörter hat großen Einfluss darauf, wie wir wahrgenommen werden. Egal ob Wandel oder Krise – neutral zu kommunizieren geht quasi nicht, überall schwingen die eigenen Sichtweisen mit. Und im Netz? Dominieren oftmals die extremen Meinungen, moderate Stimmen schweigen. Darum geht es auch in der Forschung zur Klimakommunikation. Wir sprechen mit Michael Brüggemann über das Thema. Er ist Professor für Kommunikationswissenschaft, insbes. Klima- und Wissenschaftskommunikation und Projektleiter im Exzellenzcluster Climate, Climate Change and Society (CLICCS) der Uni Hamburg. Redaktion: Lea Vranicar
Jul 23, 2021
Hai-Alarm im Sommerloch
2092
Es ist Ferienzeit und bei steigenden Temperaturen lassen die Nachrichten über Haisichtungen an Badestränden normalerweise nicht lange auf sich warten. Aber sind die Räuber der Meere wirklich so gefährlich wie ihr Ruf? Und wie leben sie eigentlich, was wissen wir über sie? In dieser Folge des #ÜberLeben Podcast sprechen wir mit Heike Zidowitz, Expertin für den Schutz von Haien und Rochen beim WWF Deutschland. Sie erzählt uns, warum die Tiere zu den am meisten gefährdeten Wirbeltieren unseres Planeten gehören, klärt über die Namensgebung von Zitronen- und Schokoladenhaien auf und verrät uns, was ein Revolvergebiss ist. Redaktion: Freya Duncker ### Zum Weiterlesen auf dem WWF Blog: - Haie und ihr Imagewandel — Die coolen Fische! https://blog.wwf.de/haie-imagewandel/ - Haie und Rochen in der Nordsee: https://blog.wwf.de/haie-rochen-nordsee/
Jul 16, 2021
Heiß! Kalt! Nass!
1684
In Kanada und Südeuropa klettern die Temperaturen aktuell auf fast 50 Grad, selbst Finnland meldet einen neuen Hitzerekord. In Deutschland folgte auf die erste Hitzewelle direkt die Abkühlung mit Starkregen und Hagel. Wetterextreme, wohin man auch blickt. Sie kommen nicht von ungefähr: Die Klimakrise sorgt dafür, dass solche Extreme häufiger werden. Warum das so ist und welche Rolle ein „eiernder“ Jetstream dabei spielt, darüber sprechen wir heute mit Özden Terli. Er ist Meteorologe und Wetter-Moderator. Er sagt: Wir driften auf eine Zerstörung hin, die es in sich hat. Aber auch: Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt – denn noch wir können etwas tun, um die Erderhitzung zu begrenzen. Redaktion: Lea Vranicar https://blog.wwf.de/extremwetter-klimakrise/
Jul 09, 2021
Car(e)free durch die Stadt?
1470
Städte und Klimaschutz – derzeit ist das noch ein zwiespältiges Verhältnis. Denn Städte sind weltweit für rund 70 Prozent der CO2-Emissionen verantwortlich. Heißt aber auch: Sie sind ein wichtiger Hebel, um die Klimakrise einzudämmen und damit gleichzeitig lebenswerter zu werden. Aber wie geht das? Wie wird eine Stadt klimafit – etwa Berlin? Darüber sprechen wir im #ÜberLeben Podcast mit Regine Günther, Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz in Berlin. Sie sagt: Die radikalste Forderung ist nicht immer der radikalste Klimaschutz.
Jul 02, 2021
Fernweh
1518
Nachdem Corona die Urlaubswelle im vergangenen Jahr arg ausgebremst hat, ist endlich wieder Koffer packen angesagt. Neustart für den Tourismus. Was Reisebüros und Hoteliers freut, macht Umweltschützern Sorgen, denn zum Massentourismus gehören leider oft auch Berge von Müll, Wasserknappheit und Verkehrsprobleme. Andererseits kann gerade der Tourismus helfen, Einkommen zu sichern, einmalige Paradiese zu bewahren und einen wesentlichen Beitrag zu Natur- und Artenschutz leisten. Vielen Gemeinden in Afrika, Asien oder Lateinamerika bieten gerade die Einnahmen aus einem sanften Tourismus eine Chance auf nachhaltige Entwicklung. Wie sieht der Urlaub der Zukunft aus? Wo sind die großen Herausforderungen und was können, Reiselustige tun, um ihren ökologischen Fußabdruck im Urlaubsparadies möglichst klein zu halten? Über diese Fragen reden wir diesmal in #ÜberLben mit Martina von Münchhausen. Sie kümmert sich beim WWF um das Thema Tourismus und entwickelt Perspektiven für die Zukunft des Reisens. Redaktion: Jörn Ehlers Ein paar weiterführende Links zum Thema Nachhaltiges Reisen: **Kompensation von Flugemissionen z.B:** www.atmosfair.de oder https://klima-kollekte.de **Anbieter von nachhaltigen Reisen z.B.:** www.wikinger-reisen.de oder https://forumandersreisen.de Zertifizierer von Reisen z.B.: www.tourcert.org oder www.travelife.info **Naturerlebnisreisen für Kinder und Jugendliche vom WWF Deutschland**: https://www.wwf.de/aktuell/kiju-camps/?gclid=EAIaIQobChMIqcDeqK-r8QIVWud3Ch3Lhg-6EAAYASAAEgJU1PD_BwE **Und sonst noch:** Der WWF-Souvenirratgeber https://www.wwf.de/aktiv-werden/tipps-fuer-den-alltag/umweltvertraeglich-reisen/der-wwf-souvenirfuehrer Reisen ohne Plastik https://www.wwf.de/aktiv-werden/tipps-fuer-den-alltag/umweltvertraeglich-reisen/wwf-ratgeber-reisen-ohne-plastik-zu-hinterlassen oder https://plastik.greenpeace.at/ratgeber/
Jun 25, 2021
Soja: Superfood mit Beigeschmack
1535
Sojamilch und Sushi-Tunke, Tofuschnitzel oder Sprossen – Soja ist in unserer Küche inzwischen nahezu allgegenwärtig. Gerade Gesundheitsbewusste und Vegetarier setzen auf die Superbohne aus Übersee. Doch die Nachfrage nach dem Allzweckgemüse hat einen bitteren Beigeschmack, denn für den Anbau werden immer größere Flächen benötigt und das geht auf Kosten der Natur. Im #Überleben Podcast reden wir diesmal über den Regenwald auf unseren Tellern. Zu Gast Maja-Catrin Riecher und Jana Berschneider. Die beiden sind sozusagen die „Soja-Baroninnen“ beim WWF Deutschland. Maja kümmert sich um die ökologischen Nebenwirkungen des Soja-Booms und Jana setzt sich intensiv mit Tierfutter auseinander und berät in diesem Zusammenhang auch die Supermarktkette EDEKA. Redaktion: Jörn Ehlers
Jun 18, 2021
Fieber
2090
Die Klimakrise ist nicht nur der Eisbär, dem das Eis unter den Pfoten schmilzt. Sie ist der Hitzetag, der in Europa die Krankenhäuser füllt. Sie ist der Blütenstaub, der schon im Januar Allergien auslöst. Sie ist das West-Nil-Virus, das sich ausbreitet – auch zu uns. Die Erderhitzung wirkt sich unmittelbar auf unsere Gesundheit aus. Wir sprechen mit der Umweltmedizinerin Claudia Traidl-Hoffmann und der Wissenschaftsjournalistin Katja Trippel, die ein Buch zum Thema geschrieben haben: „Überhitzt – die Folgen des Klimawandels für unsere Gesundheit“. Redaktion: Lea Vranicar
Jun 11, 2021
Unter Strom
1803
Früher kam der Strom aus der Steckdose. Das ist heute immer noch so, doch immer öfter kommt er auch aus Batterien oder Akus. Wenn die Elektromobilität weiter Fahrt aufnimmt, wird sich dieser Trend rasant verstärken. Werden die Speicher mit erneuerbaren Energien geladen, ist das gut für Luftqualität und CO2-Bilanz hierzulande. Doch der Batterieboom hat seine Schattenseiten. In den Speichern schlummern Rohstoffe, die in anderen Teilen der Welt oft alles andere als umwelt- oder sozialverträglich gefördert wurden. Zum Beispiel: Lithium, Kobald, Nickel und seltene Erden. Verlagern wir also unsere Ökosünden einmal mehr nur in andere, ärmere Länder? Und was muss passieren, damit der Wandel zur Elektromobilität nicht zum Bumerang wird?. Über diese Fragen reden wir im #ÜberLeben Podcast mit Tobias Kind-Rieper, dem Rohstoffexperten des WWF Deutschland. In dieser Funktion berät er unter anderem die Weltbank und die EU Kommission zu den ökologischen Folgen des Kleinbergbaus. Redaktion: Jörn Ehlers mailto:podcast@wwf.de
Jun 04, 2021
Patient Wald
2048
Der Wald in Deutschland ist krank: Vier von fünf Bäumen haben lichte Kronen, und selten wurden so viele tote Stämme registriert wie im Jahr 2020. Trockenheit, Klimawandel und Borkenkäfer setzen dem Lieblingsrückzugsort vieler gestresster Großstädter heftig zu. Der Patient Wald kämpft ums Überleben. Doch was heißt das eigentlich, für die Arten, die im Wald leben, für das Klima und für uns alle? Ist das schon das Waldsterben 2.0? Diesen Fragen gehen wir in dieser Episode von #ÜberLeben im Gespräch mit Susanne Winter nach, die beim WWF für die Waldthemen zuständig ist und eigentlich gelernte Försterin ist. Sie erläutert, was schief läuft in den deutschen Forsten und was passieren muss, damit aus alten Bäumen uralte werden können. Redaktion: Rebecca Gerigk
May 28, 2021
Brennpunkt Kolumbien
1473
Kolumbien kommt nicht zur Ruhe. Auch fünf Jahre nach der Unterzeichnung des Friedenvertrages zwischen der Regierung unter dem damaligen Präsidenten Santos und den Rebellen der Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia (FARC) ist das südamerikanische Land zerrissen. Die gewaltsamen Auseinandersetzungen in den vergangenen Wochen haben das einmal mehr vor Augen geführt. In dieser explosiven Lage ist der Schutz der einzigartigen Natur des Landes noch einmal eine besondere Aufgabe. Vielerorts herrscht Goldgräberstimmung. Die Abholzungsraten in Kolumbiens Amazonasgebiet sind zuletzt wieder stark gestiegen. Menschen, die sich dagegen wehren, leben gefährlich. Das Land gilt gerade für Naturschützer inzwischen als eines der gefährlichsten Länder der Welt. Über die Herausforderung eine Entwicklung im Einklang mit der Natur voranzubringen reden wir mit Julia Gorricho, die von Deutschland aus für den WWF eine Reihe Projekten in ihrem Heimatland koordiniert. Redaktion: Anne Thoma
May 21, 2021
Von Spannern, Spinnern und Monarchen
1830
Sie heißen "Brauner Bär" oder "Echter Sackträger". Manche gehören zur Familie der der "Eulen" und wieder andere gelten als "Monarchen". Die Rede ist nicht von Raubtieren, Greifvögeln oder Weihnachtsmännern. Nein. Wir reden über Schmetterlinge. Um die müssen wir uns Sorgen machen. Der Bestand an Insekten ging seit den 90er Jahren um etwa 75 Prozent zurück. Das traf nicht nur aber auch die bunten Flattermänner aus unseren Vorgärten. Wo sind sie geblieben die Pfauenaugen, Kohlweißlinge und Zitronenfalter? Dieser Frage gehen wir in der heutigen Episode von #ÜberLeben gemeinsam mit . Josephine Kuczyk nach. Die Biologin ist eine, die es wissen muss. Sie managt für den WWF das Projekt „Brommi“ am Schaalsee in Schleswig-Holstein. Dabei geht es darum, fünf deutsche Biosphärenreservate zu Modelllandschaften für den Insektenschutz weiter zu entwickeln. Sie selbst beschäftigt sich seit mehr als zehn Jahren mit Schmetterlingen und hat einiges über die Falter zu erzählen. Redaktion: Jörn Ehlers mailto: podcast@wwf.de Infos zu Feriencamps: **https://www.wwf.de/aktiv-werden/wwf-junior-und-jugend-camps** Mehr zu Faltern im Blog: **https://blog.wwf.de/schmetterlinge/**
May 14, 2021
Nach Donald Trump die Sintflut ?
1644
Vier Jahre lang saß mit Donald Trump ein Mann im Weißen Haus, der die Klimakrise verharmlost bis geleugnet hat. Entsprechend sah seine Politik aus: Es gab wenig Geld für Umweltschutz, stattdessen Förderung für die Fossilen. Doch mit dem neuen Präsident Joe Biden hat auch der Klimaschutz in den USA wieder Fahrt aufgenommen. Schon im ersten Monat seiner Amtszeit hat er Amerika zurück ins Pariser Klimaabkommen und ein umfangreiches Klimapaket auf den Weg gebracht. Wir sprechen heute mit Miranda Schreurs über den Wandel in der US-Klimapolitik. Sie ist Professorin für Umwelt- und Klimapolitik an der TU München und war u.a. Mitglied im Sachverständigenrat für Umweltfragen. Als US-Amerikanerin, die nun schon lange in Deutschland lebt, kennt sie sowohl die amerikanische als auch die europäische Sicht auf Fragen zum Klimaschutz. Redaktion und Moderation: Lea Vranicar
May 07, 2021
Füttern verboten !
1616
Die Zeiten, in denen unsere Vorfahren mit Speer und Keule loszogen, um Frischfleisch fürs Lagerfeuer zu besorgen sind lange vorbei. Heute regelt das Bundesjagdgesetz, wer, was, wann und wie erlegen darf. Aber auch dieses Gesetz hat schon einige Jahrzehnte auf dem Buckel. Höchste Zeit, es zu überarbeiten und die Waidmänner und Frauen zu mehr Naturschutz zu verpflichten. Eine Novelle ist in Arbeit, doch ob es damit in dieser Legislaturperiode noch etwas wird, scheint zweifelhaft. Die Widerstände sind groß. Das Gesetz und das Spannungsfeld von Jagd und Naturschutz sind emotionale Themen, denen wir uns in unserer heutigen Ausgabe von #ÜberLeben unaufgeregt nähern wollen. Die Vorsitzende des Ökologischen Jagdverbandes, Elisabeth Emmert, und Moritz Klose vom WWF versuchen, Licht in die Debatte zu bringen und erläutern den Konflikt um Wald und Wild. Redaktion und Moderation: Jörn Ehlers
Apr 30, 2021
Abschied von der Currywurst
1570
Die Fastenzeit liegt gerade hinter uns, Ramadan ist bald vorbei und jetzt kommt der WWF -pünktlich zum Start der Grillsaison - und sagt, wir sollen weniger Fleisch essen. Denn unser Ernährungsstil ist nicht nur schlecht für die Gesundheit sondern, wir haben es schon geahnt: Er überfordert auch unseren Planeten. Hat das große Fressen bald ein Ende? Wie sieht das Menü der Zukunft aus und müssen wir uns von der Currywurst verabschieden? Über den Speisezettel von morgen reden wir schon heute mit Tanja Dräger de Teran, Referentin für Ernährung und Landwirtschaft beim WWF. Sie hat ganz frisch einen neuen Report vorgelegt, in dem sich alles um die Frage einer nachhaltigen Ernährung dreht. Redaktion und Moderation: Jörn Ehlers
Apr 23, 2021
Von Wellen, Wind und Wattenmeer
2030
Das Rauschen der Wellen, die Seeluft, der unendliche Horizont – das Meer ist für viele ein Sehnsuchtsort, der für Ruhe, Entspannung und Ferienspaß sorgt. Es gibt uns in jeder Hinsicht Luft zum Atmen und reguliert sogar unser Wetter. Doch wenn wir die Wasseroberfläche wie eine Decke anheben könnten, könnten wir das Ausmaß der Zerstörung sehen. "Wäre das Meer ein Mensch, müsste es dringend ins Krankenhaus, und zwar auf die Intensivstation", sagt Heike Vesper, Leiterin des WWF-Meeresschutzzentrums in Hamburg und Gast in der heutigen Episode von #ÜberLeben. Schon als Kind träumte sie davon, unter Wasser atmen zu können und seit 20 Jahren kämpft sie beim WWF für den Schutz der Ozeane. Gerade hat sie Ihre persönlichen Erfahrungen in dem Buch „Wenn wir die Meere retten, retten wir die Welt“ veröffentlicht. Wir sprechen mit ihr über Begegnungen mit Blauwalen und Oktopussen, die Ursachen der Probleme und die Möglichkeiten, Teil einer Lösung zu sein. Redaktion und Moderation: Freya Duncker Kommentare gerne auch an: podcast@wwf.de
Apr 16, 2021
Nashörner im Fadenkreuz
1847
Vor 12.000 Jahren verschwand das Wollnashorn von diesem Planeten. Hauptgrund war die übermäßige Jagd. Ihre „Urenkel“, Breit- und Spitzmaulnashorn, könnte schon bald ein ähnliches Schicksal ereilen. Doch während die haarigen Dickhäuter einst vor allem wegen ihres Fleisches getötet wurden, haben es die Wilderer heute auf das Horn abgesehen. Die Schwarzmarktpreise in Asien steigen in immer unsinnigere Höhen und mit den Preisen wächst das Risiko für die Tiere in Afrika. Aus Angst vor Kriminellen sind einige Zoos sind dazu übergegangen, ihre Tiere nachts wegzuschließen, und selbst von Einbrüchen in Museen wird berichtet. In unserer heutigen Episode reden wir mit der Biologin Katharina Trump aus dem Artenschutzteam des WWF darüber, was passieren muss, um die Nashörner zu retten. Sie erzählt vom Kampf gegen Wilderei, illegalen Wildtierhandel und Aberglauben und sie berichtet, wie es schon einmal gelungen ist, eine fast verlorene Nashorn-Art vom Aussterben zu bewahren. Redaktion und Moderation: Jörn Ehlers
Apr 09, 2021
Alles Plastik
1615
Mikroplastik ist überall: im Meer, im Boden, in der Luft – und in unserem Alltag. Forschende fanden die kleinen Kunststoffteilchen kürzlich erst in einer menschlichen Plazenta und in häufig konsumierten Muscheln. Aber wie kommt Mikroplastik eigentlich in die Natur und können wir die kleinen Teilchen wieder herausbekommen? In dieser Folge von #ÜberLeben dreht sich alles um die kleinen Plastikteile. Rebecca Gerigk spricht mit WWF-Mikroplastikexpertin Caroline Kraas darüber, was die Top 10 Quellen für Mikroplastik in Deutschland sind und warum man seine Waschmaschine immer vollladen soll. Redaktion und Moderation: Rebecca Gerigk
Mar 26, 2021
ÜberLeben - Ein Podcast des WWF
60
Der Planet steht vor dem Burnout: Artensterben und Klimawandel stellen uns vor gewaltige Herausforderungen. Wie es gelingen kann, einen lebendigen Planeten für uns und unsere Kinder zu bewahren, darüber reden wir in unserem Podcast „ÜberLeben“. WWF Kolleg:innen teilen ihre persönlichen Erfahrungen und Erlebnisse aus Projekten in aller Welt. Expert:innen erläutern ihren Blick auf die Dinge und sprechen über Herausforderungen und Chancen in Natur- und Umweltschutz. „ÜberLeben“ ist ein Podcast des WWF Deutschland zu Natur- und Umweltschutz im 21. Jahrhundert Feedback mailto: podcast@wwf.de
Mar 26, 2021
Schneeleopard: Vom Geist der Berge
1934
Der Schneeleopard ist ein mythisches Tier. So gut wie nie bekommen Menschen ihn zu Gesicht. Seine Heimat liegt in den unwirtlichsten Hochgebirgsregionen Asiens, in einer Landschaft aus Fels und Eis. In der Mongolei nennt man ihn auch den Geist der Berge. Aber so abgeschieden und versteckt diese Großkatze auch lebt, sie ist bedroht: Wilderei, Rachetötungen und Klimawandel machen ihr und ihren Beutetieren zu schaffen. Markus Radday, Programmleiter beim WWF Deutschland für die Mongolei, berichtet von seinen Erlegnissen vor Ort und den Bemühungen des WWF zum Schutz der Großkatze. Eine besondere Rolle spielt auch die erste landesweite Zählung der Tiere, die nun abgeschlossen werden konnte - mit einem vielversprechenden Ergebnis. Redaktion und Moderation: Jürgen Matijevic
Mar 19, 2021
Fukushima: Von einem, der auszog, das Fürchten zu lernen
1809
Fukushima: Ein Ortsname, der sich eingebrannt hat. Ähnlich wie bei 9/11, dem Wahlsieg Donald Trumps oder dem Tod von Lady Di erinnert sich so ziemlich jeder, wo er zum Zeitpunkt des Ereignisses gewesen ist. Zehn Jahre ist es inzwischen her, dass ein Erdbeben, ein Tsunami und die dadurch verursachte Atomkatastrophe die Welt nicht nur in Japan nachhaltig veränderte. Einer, der sich auch noch sehr genau daran erinnern kann, wo er im März 2011 war, ist heute beim ÜberLeben Podcast zu Gast: Felix Matthes. Er ist Wirtschaftswissenschaftler am Öko-Institut und Spezialist in energiepolitischen Fragen. In dieser Funktion berät er nicht nur die Bundesregierung – wie zuletzt als Mitglied der sogenannten Kohlekommission, sondern er zeichnet auch verantwortlich für diverse WWF-Studien und Positionspapiere zu klima- und energiepolitischen Fragestellungen. Felix Matthes war 2011 in Tokio als 250 Kilometer weiter südlich die Reaktoren in Fukushima außer Kontrolle gerieten. Wir reden mit ihm über Energiepolitik in Japan, die Zukunft der Kernenergie und den Stand der Energiewende in Deutschland. Redaktion und Moderation: Jörn Ehlers
Mar 12, 2021
Wir müssen über Geld reden !
1920
Während bei Friseuren, Gastwirten und Kulturschaffenden in Zeiten von Corona Ebbe in der Kasse herrscht, wissen andere nicht wohin mit der Marie. Reisen, Shoppen, Kino oder Konzert. Alles ausgefallen. Durch Mehrausgaben für Nudeln und Toilettenpapier war das schwerlich auszugleichen. Die Folge: Die Deutschen sparten im vorigen Jahr 330 Milliarden Euro und legten damit noch einmal gut 100 Milliarden mehr auf die hohe Kante als ein Jahr zuvor. Wohin mit dem Geld, wenn man sicher stellen möchte, dass die Mittel nicht in Raubbau, Umweltzerstörung und ausbeuterische Firmen fließen? Was kann man mit Ersparnissen machen, um sie möglichst „grün“ anzulegen. Darüber reden wir heute mit Vanessa Bolmer, einer ehemaligen Bankerin, die es vor einigen Monaten nicht an die Wallstreet, sondern in die Reinhardtstraße zum WWF verschlagen hat. Dort kümmert sie sich um nachhaltige Finanzen. Unser zweiter Gast, Hermann Josef Tenhagen, hat das Reden über Geld als Chefredakteur von Finanztip seinem Beruf gemacht. Zusammen mit ihnen versuchen wir ein wenig Licht in den Dschungel nachhaltiger Finanzprodukte zu bringen. Redaktion und Moderation: Jörn Ehlers
Mar 05, 2021
Enigma: Das Nazi-Rätsel auf dem Meeresgrund
1615
Heute steigen wir ein in die Tiefen der gar nicht so tiefen Ostsee. Auf dem Meeresgrund liegen nicht nur versunkene Schiffswracks, tonnenweise Waffen und Munition aus dem zweiten Weltkrieg, sondern auch unzählige verlorene Fischernetze. Eine gefährliche Mischung. Bei der Bergung dieser Geisternetze machte Florian Huber, einer unserer Taucher, eine ungewöhnliche Entdeckung. Ihm ging eine ENIGMA, eine Chiffriermaschine der Nazis ins Netz. Wir fragen den Berufstaucher und Unterwasserarchäologen wie es dazu kam und was es sonst noch so auf dem Boden der Ostsee zu entdecken gibt. Wir erfahren, wie der Schrott geborgen wird, was Sporttaucher tun können und dass die alten Dechiffriermaschinen angeblich selbst das Interesse der Rolling Stones geweckt haben.
Feb 12, 2021
Rot, röter, Rote Liste
1641
Rot, röter, Rote Liste. Die Zahl der wilden Tiere und Pflanzen geht rasant in den Keller. Die Zahl an Fischen, Vögeln, Säugetieren und Insekten hat sich in weniger als zwei Generationen mehr als halbiert! Der Mensch wird offenbar einsam auf dem Raumschiff Erde. Begleitet wird er allenfalls noch von Kühen, Schafen Ziegen und Hühnern. Deren Zahl nimmt immer noch zu und übersteigt die ihrer wilden Verwandten inzwischen etwa um das 15Fache. Ablesen kann man das auf der Roten Liste der bedrohten Arten. Was es mit dieser „Todesliste“ auf sich hat und wer drauf steht, darüber reden wir heute mit der Biologin Anne Hanschke. Sie beobachtet die „Inventur im Tierreich“ seit Jahren und kann erläutern, wer aktuell die Gewinner und Verlierer auf der Arche Noah der bedrohten Arten sind. Redaktion und Moderation: Jörn Ehlers mailto:podcast@wwf.de
Jan 29, 2021
Auf den Stoßzahn gefühlt
1646
Diesmal geht es bei #ÜberLeben um Elfenbein und wie man Schmugglern auf die Spur kommt. Gastmoderatorin Madlen Ziege fühlt Stephan Ziegler auf den Zahn, der eine Datenbank für Elfenbein aufgebaut hat. Er berichtet von seiner Arbeit und erläutert, wie sich z.B. das Alter von beschlagnahmten Schnitzereien bestimmen lässt. Wir erfahren, warum das wichtig ist und wieso Elfenbein-Schmuggler in einem Prozess in Deutschland relativ glimpflich davon gekommen sind.
Jan 22, 2021
Mehr Wildnis wagen
1642
So richtig wild geht es in Deutschland eigentlich nur im Straßenverkehr oder auf Anti-Corona-Demos zu. Wer echte Wildnis will, muss lange suchen. Gerade mal mickrige 0,6 Prozent der Landesfläche sind derzeit geschützte Wildnisgebiete. Doch was ist eigentlich Wildnis? Dieser Frage gehen wir in unserer neuen Episode von #ÜberLeben mit Albert Wotke nach. Er kümmert sich beim WWF um die Wälder und Felder, also die Flächen, die der Stiftung gehören. Albert ist angetreten, um Deutschland ein Stück wilder zumachen. Er erzählt was es braucht, um wilden Wesen vom Knochenglanzkäfer bis zum Elch wieder eine Heimat zu bieten. Redaktion und Moderation: Jörn Ehlers
Jan 15, 2021
Die Fisch-Sprechstunde
1372
Fisch war früher ein Arme-Leute-Essen. Arme Leute gibt es immer noch, doch Fisch ist mittlerweile knapp und vor allem teuer geworden. Japanische Restaurantbesitzer bieten auf Versteigerungen in Tokio manchmal Millionenbeträge für einen einzelnen Tun... Natürlich ist das die Ausnahme, aber Meeresfrüchte werden zunehmend zum kulinarischen Luxus, denn immer häufiger bleiben die Netze leer. Ein Drittel der Bestände gilt inzwischen als überfischt. Mit der Meeresschützerin Catherine Zucco reden wir in dieser Folge von #ÜberLeben darüber, welchen Fisch wir noch mit gutem Gewissen essen können. Wir unternehmen einen Streifzug durch die Kühltheken der Supermärkte und reden über Fangmethoden, Aquakultur und vegetarische Fischstäbchen. Redaktion und Moderation: Jörn Ehlers
Jan 08, 2021
Comeback der Wölfe
1424
Er ist wieder da: der Wolf. Vor 20 Jahren kam der Erste zurück nach Deutschland. Mittlerweile leben hier wieder etwa 1.100. Mit dem Raubtier kehrte auch die Debatte zurück, wieviel Wildnis wir hierzulande zulassen wollen. Der "wilde" Streit polarisiert und erhitzt die Gemüter. Die einen hassen den Wolf, die anderen lieben ihn. Kaum ein Tier sorgt für so viele Mythen, „fake news“ und Aufreger-Schlagzeilen. Wölfe beherrschen den Wald und manchmal sogar die deutsche Regionalpolitik. Was aber ist dran an all dem Wirbel um den Wolf? Ist er wirklich so gefährlich, oder in Wirklichkeit vielmehr ein Opportunist, der sehr überlebensfähig und schlau ist? WWF- Wolfsexperte Moritz Klose gibt Einblicke und Informationen über den Wolf, aus erster Hand. Redaktion und Moderation: Anne Thoma
Dec 31, 2020
Jedes Zehntel-Grad zählt
1811
Der Klimaschutz ist eine Schnecke. Seit 1992 steht jedes Jahr ein internationaler Klimagipfel an, doch geholfen hat das nur wenig: der Kohlenstoffgehalt in der Atmosphäre steigt Jahr für Jahr auf ein neues Rekordhoch. Zuletzt waren es 410 ppm, ein Niveau so hoch wie zuletzt vor drei Millionen Jahren. Vor fünf Jahren einigten sich die Staaten immerhin auf das so genannte Paris Abkommen. Dessen Ziel ist es, die Erderhitzung auf „deutlich unter zwei Grad“ zu begrenzen und Anstrengungen zu unternehmen, den Anstieg möglichst bei maximal 1,5 Grad zu stoppen. Ob es sich hierbei um einen frommen Wunsch handelt oder ob das Ziel wirklich noch erreichbar ist, darüber reden wir heute im ÜberLeben Podcast mit Kristin Reissig und Juliette de Grandpre. Sie waren schon bei diversen COPs, - den Konferenzen der Vertragsstaaten, wie es im Jargon der Klimadiplomaten heißt - dabei. und widmen sich beim WWF der internationalen Klimapolitik. Redaktion und Moderation: Jörn Ehlers
Dec 18, 2020
Der Winter naht.....oder auch nicht
1508
Anne Thoma redet in der heutigen Ausgabe übers Wetter und zwar mit einem, der sich mit dem Thema auskennt. Özden Terli, Wettermoderator beim ZDF, ist heute bei #ÜberLeben zu Gast. Er verspricht erstmal keine weiße Weihnacht und beklagt, dass Wetterprognosen immer häufiger auch die Vorhersagen von Katastrophen sind. Er erläutert, wie das Klima das Wetter beeinflusst und warnt vor dem „eiernden“ Jetstream, der für noch mehr Extremwetter sorgen könnte. Der Meteorologe kritisiert eine schlafmützigen Klimaschutz, der zu einer immer höheren Konzentration der Treibhausgase in der Atmosphäre geführt habe. Terli liefert keinen wirklich optimistischen Ausblick, doch er setzt auf einen „erweiterten Selbsterhaltungstrieb“, der vielleicht doch noch den Weg aus der Klimakrise weisen könnte. Redaktion und Moderation: Anne Thoma
Dec 11, 2020
Zoonosen: Von Vogelgrippe und Zombie-Nerzen
1170
Vogelgrippe, Schweinepest, Corona auf Pelztierfarmen. Die Horrormeldungen über Tierseuchen reißen nicht ab. In Zeiten von Corona wächst die Aufmerksamkeit für solche Themen genauso wie die Angst vor Zoonosen, also dem Überspringen einer Krankheit vom Tier zum Menschen. Nicht nur auf Bauernhöfen oder Nerzfarmen schlagen die Seuchen zu. Auch wilde Tiere, seien es Wildschweine oder Zugvögel, spielen bei der Verbreitung der Krankheitserreger eine Rolle. Aktuell finden an Nord- und Ostseeküste Tausende Seevögel den Tod. Die Ursache: H5 N8: Die Vogelgrippe ist zurück. Hans Ulrich Rösner vom WWF-Wattenmeerbüro in Husum an der Nordsee berichtet, wie die Situation an der Küste momentan aussieht. Außerdem heute im #ÜberLeben Podcast die Tierärztin May Hokan, von der wir mehr über die Gefährlichkeit von Viren und Bakterien erfahren und was wir gegen Zoonosen tun können. Redaktion und Moderation: Jörn Ehlers feedback: podcast@wwf.de
Dec 04, 2020
Der Wald, die Säge und die Politik
1582
Die Wälder der Welt sind auf dem Rückzug und wir haben Schuld oder zumindest Mitschuld. Denn der Regenwald wird für Anbauflächen und Weiden geopfert, auf denen Fleisch, Soja, Kautschuk und Palmöl produziert wird. All dieses Produkte landen auch auf dem europäischen Markt, auf unseren Tellern, in den Tanks unserer Autos oder in den Möbeln unserer Wohnzimmer. Was man hierzulande gegen den Ausverkauf der Natur in anderen Teilen der Welt tun kann, darüber spricht Rebecca Gerigk mit der EU-Parlamentarierin Delara Burghardt. Die SPD-Politikerin setzt sie sich für Waldschutz und entwaldungsfreie Lieferketten ein. Sie berichtet in dieser Episode von #ÜberLeben über ihre Arbeit im Ausschuss für Umweltfragen des Europaparlaments und den langen Weg zu entwaldungsfreien Lieferketten. Redaktion und Moderation: Rebecca Gerigk
Nov 27, 2020
Zwei Grad sind zwei Grad zu viel
1258
Im 21. Jahrhundert aufzuwachsen bedeutet jeden Tag mit neuen Klimakatastrophen konfrontiert zu sein. Eine zerrüttete Welt ist es, die Konsumgier vor Umwelt- und Naturschutz setzt. Kein Wunder, dass mehr und mehr junge Leute auf die Straße gehen und protestieren: "Das was ihr mit unserer Welt von morgen macht ist nicht mehr akzeptabel!" Heute beim ÜberLeben Podcast spreche ich mit Lilith Diringer und Simon Lange , die ihren persönlichen Weg in den Klima- und Umweltschutz schon früh in der Jugend fanden. Ein wichtiger Connector dafür war unter anderem der WWF 2-Grad Campus, was genau das ist und wie ihr da draußen daran teilnehmen könnt, darüber sprechen wir heute auch. Wie ist der Weg als jugendliche Person rein in die Welt des Klimaschutzes? Mit welchen Gefühlen blickt die Generation, die seit Monaten zu tausenden auf die Straße ziehen auf die aktuellen Entwicklungen der Weltpolitik? Anmeldung zum 2 Grad Campus: https://www.wwf-jugend.de/pages/2-grad-campus Redaktion & Moderation: Niklas Kolorz Anregungen & Feedback: podcast@wwf.de
Nov 20, 2020
Eine Schlange namens Dirk
1213
Vipern, Nattern, Kobras und Phytons: Wikipedia listet 3828 verschiedene Schlangenarten auf. Jetzt gibt es noch eine mehr und die heißt Dirk. Wie es dazu kam und um was für ein Exemplar es sich handelt, darüber reden wir heute in #ÜberLeben mit Dirk Embert, dem „Taufpaten“ des neu entdeckten Reptils. Redaktion und Moderation: Jörn Ehlers Feedback: podcast@wwf.de
Nov 13, 2020
Ab in die Tonne: Containern mit Pia Kraftfutter
1539
In Deutschland landet wahnsinnig viel Essen in der Tonne. Oft werden noch genießbare Lebensmittel, die aber das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten haben von Supermärkten weggeworfen. Doch wer in Container und Abfalleimer von steigt und das abgelaufene und manchmal noch genießbare Essen bergt macht sich strafbar. Denn in Hausfriedensbruch und des Diebstahl lautet die Anklage. Heute sprechen wir mit Pia Kraftfutter, die Klimaaktivistin hat eine große Followerschaft auf Social Media, über 50.000 Fans folgen ihr auf Instagram. Dort zeigt sie auch häufig mal ihre Ausbeute vom wöchentlichen Sprung in die Tonne, denn Pia geht Containern. Was man dabei alles Überraschendes finden kann, wie gefährlich es ist in den Abfällen von Supermärkten nach Essbarem zu suchen und wie Pia mit ihrem Aktivismus auf Missstände in unserer Gesellschaft aufmerksam machen möchte, darüber reden wir heute. Redaktion & Moderation: Niklas Kolorz Feedback: podcast@wwf.de
Nov 06, 2020
Leidenschaft Wattenmeer: Was Techno und Umweltschutz gemeinsam haben
1378
Das Wattenmeer ist einer der letzten natürlichen Lebensräume, die wir in West-Europa noch haben. Doch, was ist eigentlich das Watt? Wie entsteht sowas? Wo findet das Leben im Wattenmeer statt und wie kann man es vor der anstürmenden Klimakatastrophe schützen? Dafür sind heute Dr. Hans-Ulrich Rösner, Leiter des WWF Wattenmeerbüros und Dominik Eulberg, DJ, Musikproduzent und Umweltschützer zu Gast im WWF ÜberLeben Podcast. Wir entdecken, wie die Leidenschaft und Liebe zur Natur unserer Gäste zum Handeln bewegt, was Techno und Umweltschutz gemeinsam haben und wie man mit der Waddenseeexplorer-App selbst auf eigene Faust am Wattenmeer entlangwandern kann. Mehr zu Dominik Eulberg: https://dominik-eulberg.de/ Redaktion & Moderation: Niklas Kolorz Feedback & Anregungen: podcast@wwf.de
Oct 30, 2020
Generation Loser: Sind junge Menschen die großen Verlierer der Corona-Krise?
1967
Keine Partys, keine Reisen, keine Perspektive? COVID19 hat das Leben für alle eingeschränkt. Aber sind junge Menschen davon besonders betroffen? Verlieren sie durch die Pandemie mehr als andere? Benachteiligt ein Leben auf Distanz junge Menschen stärker als die Eltern und Großeltern-Generation? Was sind die Folgen der COVID19-Pandemie für Lehrstelle und Studium? Und wie sieht es aus mit der Generationengerechtigkeit und Solidarität in der Gesellschaft bei Fragen des Klimaschutzes oder der Altersvorsorge? Bieten Parteien, Unternehmen, Verbände und Organisationen zeitgemäße Antworten auf Interessen und Themen der jungen Generation wie nachhaltiger Konsum, Mobilität oder Schutz der Artenvielfalt? Rebecca Gerigk spricht heute im ÜberLeben Podcast mit CDU-Politikerin Diana Kinnert (29) und Fridays For Future-Aktivist Nick Heubeck (22). Redaktion und Moderation: Rebecca Gerigk Feedback und Anreungen: podcast@wwf.de
Oct 23, 2020
Hallo wir sind die Neuen: Invasion aus dem Erdall – animalische Globalisierung
1485
Die Globalisierung macht vor Tieren und Pflanzen nicht halt: Papageien fühlen sich in deutschen Großstädten inzwischen pudelwohl. In nordamerikanischen Sümpfen machen asiatische Würgeschlangen Jagd auf Alligatoren, und die europäischen Eichhörnchen bekommen Konkurrenz aus Übersee. Wenn etwa Nandus -straussenartige Laufvögel - durch die norddeutsche Agrarsteppe flattern oder Flusspferde aus dem Privatzoo eines Drogenbosses den kolumbianischen Urwald unsicher machen, scheint das eher kurios. Immer öfter verursachen solche tierischen Einwanderer aber auch Probleme. Man spricht dann von so genannten Invasiven Arten. Der Weltbiodiversitätsrat sieht nicht nur Lebensraumzerstörung, Übernutzung, Umweltverschmutzung und Klimawandel als Gefahren für die Biodiversität, sondern die Experten zählen auch eingeschleppte Tiere und Pflanzen dazu. Über die „Invasion aus dem Erdall“ sprechen wir heute im #ÜberLeben Podcast mit Arnulf Köhncke. Der Zoologe leitet den Fachbereich Artenschutz beim WWF Deutschland und hat bereits seine Diplomarbeit zum Thema verfasst. Er berichtet, warum im New Yorker Central Park Vögel aus Werken von Shakespeare zwitschern. Wir diskutieren, ob man die Einwanderer nicht einfach verspeisen könnte und er erzählt, dass sich sogar schon Zeichentrickserien mit dem Thema beschäftigt haben. Redaktion und Moderation: Jörn Ehlers Feedback & Anregungen: podcast@wwf.de
Oct 16, 2020
Greta, Bob und Bruno: Öko-Helden auf der Leinwand
1610
Im Mittelpunkt der neuen Episode von #ÜberLeben stehen Filme, genauer gesagt Umweltfilme, die in den kommenden Wochen in die Kinos kommen. Aktuell laufen gleich drei neue Filme an, in denen reale Umweltaktivisten eine Hauptrolle spielen. Greta Thunberg, Robert Billot und Bruno Manser sind die Protagonisten von „I am Greta“, „Vergiftete Wahrheit“ und „Die Stimme des Regenwaldes“. Es geht um Chemieskandale, Klimaschutz und Waldzerstörung. Über die Filme und die Hintergründe reden wir mit der Chemikalienexpertin Ninja Reinicke, mit Johanna Fenzl von der WWF Jugend und mit Claude Martin, langjähriger CEO des WWF International, der für den Club of Rome eine Bestandsaufnahme über den Zustand der Wälder vorgelegt hat. Trailer "I am Greta": https://www.youtube.com/watch?v=cxi_fi-G8xk Trailer "Vergiftete Wahrheit": https://www.youtube.com/watch?v=gYkEKJgD_Gc Trailer "Die Stimme des Regenwaldes": https://www.youtube.com/watch?v=9K63HdIlX8Q Moderation und Redaktion: Jörn Ehlers Feedback und Anregungen: podcast@wwf.de
Oct 09, 2020
Das große Wegschmeißen
1057
Es ist etwas faul mit unserem Umgang mit der Nahrung. Rund ein Drittel unserer Lebensmittel werfen wir einfach weg. Jeder dritte Liter Milch landet im Klo und jedes dritte Brötchen auf der Deponie. Vor dem Hintergrund, dass weltweit mehr als 800 Millionen Menschen hungern ist das ein untragbarer Zustand. Die Produktion von Nahrung kostet Geld, Energie und Ressourcen. Wälder werden gerodet, um Platz für Äcker und Weiden zu gewinnen. Wasser wird verschwendet, um Gemüse zu erzeugen, das niemand isst, und nicht zuletzt gehört die Belastung von Grundwasser, Luft und Böden zu den Nebenwirkungen einer industrialisierten Landwirtschaft. Über die Verschwendung von Lebensmitteln reden wir in dieser Episode von ÜberLeben mit Kerstin Weber, die sich im Landwirtschaftsbereich des WWF Deutschland mit der Problematik auseinandersetzt. Wir erfahren, was besonders häufig in der Tonne landet, wer dafür die Verantwortung trägt und wo sich Ansatzpunkte bieten, die Vergeudung zu verringern. Moderation: Niklas Kolorz Redaktion Jörn Ehlers
Oct 02, 2020
Nord Stream: Der große Graben
1261
Nord Stream 2, kaum ein Projekt wirbelt derzeit so viel Staub auf wie die geplante Gaspipeline durch die Ostsee. Zwei zusätzliche 1200 Kilometer lange Röhren von Russland nach Mecklenburg-Vorpommern sollen dafür sorgen, dass noch mehr russisches Erdgas in der EU verfeuert werden kann. Doch das Projekt steht auf der Kippe. Ohnehin hochumstritten erhält die Debatte über Sinn und Unsinn der Leitung durch den Giftanschlag auf den Putin-Kritiker Alexander Nawalny eine neue Dynamik. Ein Stopp des Projekts als Reaktion auf den Mordversuch und als Sanktion gegen die vermuteten Strippenzieher in Moskau ist zumindest nicht ausgeschlossen. Ein komplexes energiepolitisches Spiel um Macht, Geld und Einfluss, und man darf gespannt sein, wie der Poker ums russische Gas letztlich ausgeht. Umweltargumente spielen dabei allenfalls am Rande eine Rolle. Wir wollen das ändern und reden über den Pipelinebau und die Natur. Zu Gast ist in dieser Folge von #ÜberLeben Jochen Lamp. Er leitet das Ostseebüro des WWF und hat bereits vor rund zehn Jahren Gazprom und die anderen Betreiber wegen des Baus von Nord Stream 1 verklagt. Er berichtet über seine Erfahrungen von damals und erläutert, warum das Milliardenprojekt nicht nur schädlich für die Umwelt sondern auch klimapolitisch mehr als umstritten ist. Redaktion und Moderation: Jörn Ehlers Feedback und Anregungen: podcast@wwf.de
Sep 25, 2020
Eisbären, Kronzeugen der Klimakrise
1806
Sie sollen den Verkauf von Hustenbonbons ankurbeln, müssen als Maskottchen für Sportvereine herhalten, sind Zuschauermagneten in Zoologischen Gärten und gelten nicht zuletzt als DAS Symboltier für die Klimakriese. In der neuen Episode von ÜberLeben dreht sich alles um Eisbären. Zu Gast ist diesmal die Biologin Sybille Klenzendorf vom Arktis-Programm des WWF. Sie kümmert sich u.a. darum, dass Menschen und Bären rund um den Polarkreis einigermaßen miteinander klar kommen. Im Gespräch mit ihr gehen wir der Frage nach, wie schwarz die Zukunft des weißen Bären wirklich aussieht, wenn wir die Erderhitzung nicht in den Griff bekommen. Sie erzählt, was es mit „Capuccino-Bären“ auf sich hat und warum die neugierige Exemplare in Kanada gelegentlich ins Gefängnis müssen. Wir schauen auch auf die dunkle Seite der des größten Raubtiers des Nordens, und versuchen zu klären, ob der eine oder andere von ihnen vielleicht doch schon mal einen Pinguin gefressen haben könnte, obwohl die tendenziell am anderen Ende der Welt zuhause sind. Redaktion und Moderation Jörn Ehlers Feedback: podcast@wwf.de
Sep 18, 2020
Living Planet Index: Tierwelt im freien Fall
1586
Es leert sich auf der Arche Noah. Das zumindest legt die neueste Ausgabe des Living Planet Reports nahe. Demnach ging der Bestand an Säugetieren, Vögeln, Fischen, Amphibien und Reptilien im Vergleich zu 1970 weltweit um fast 70 Prozent zurück. Der Report dokumentiert eine dramatische Entwicklung, über die wir in der heutigen Folge von #ÜberLeben sprechen. Zu Gast ist diesmal Günter Mitlacher, der die regelmäßige Bestandsaufnahme des Zustandes unseres Planeten für den WWF seit Jahren betreut. Er erläutert wie die Daten zustande kommen, wie sie zu bewerten sind und vor allem was zu tun ist, um das Artensterbens auszubremsen und die bedrohliche Entwicklung umzukehren. Wir erfahren, welche Kontinente es besonders hart trifft und welche Ursachen des großen Sterbens als erstes angegangen werden sollten. Es wird zugleich deutlich, dass nicht alle Tierarten auf der Verliererstraße sind. Wachsende Bestände beim Biber und regional bei einigen Populationen des Waldelefanten zeigen, dass der Negativtrend auch gestoppt werden kann. Mit mehr Schutzgebieten, einer Umstellung der Landbewirtschaftung und nachhaltigerem Konsum ließe sich der Verlust terrestrischer Biodiversität noch aufhalten. Redaktion und Moderation: Niklas Kolorz Feedback bitte an podcast@wwf.de
Sep 12, 2020
Corona: Ureinwohner Brasiliens in Gefahr!
1283
Brasilien ist von der Corona-Krise hart getroffen. Doppelt hart trifft es sie Ureinwohner des Landes. Goldgräber und Holzfäller nutzen die Gunst der Stunde und dringen vermehrt in Schutzgebiete ein, und viele von ihnen haben das Virus quasi im Gepäck. Die Bewohner des Waldes, vor allem die isoliert lebenden Völker, sind dadurch besonders in Gefahr. Durch eine fehlende Gesundheitsversorgung und virologische Anfälligkeit sind sie dem Corona Virus häufig schutzlos ausgeliefert. Drohen die indigenen Völker Brasiliens nun ganz zu verschwinden? Darüber sprechen wir heute, mit Roberto Maldonado, Südamerika Experte beim WWF. Redaktionelle Anmerkungen: zu dem Aspekt „Chloroquin“ finden Sie weitere Informationen hier: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/COVRIIN_Dok/Antivirale_Therapien.pdf?__blob=publicationFile Moderation: Anne Thoma Redaktion: Anne Thoma Feedback & Themenvorschläge an podcast@wwf.de
Sep 04, 2020
Die Rückkehr des Europäischen Wisent in den Kaukasus
1581
Vor fast 100 Jahren wurde der letzte freilebende Wisent im Kaukasus erlegt. Hätten nicht einige der Tiere durch das Engagement von Wisent-Schützern in Zoologischen Gärten überbelebt und wären nicht frühzeitig aufwendige Nachzuchtprogramme und später Wiederansiedlungsprogramme gestartet worden, wäre das größte Landsäugetier Europas fast ausgestorben. Heute streifen wieder Wisent-Herden durch einige Schutzgebiete Polens, Weißrusslands, Russlands, Rumäniens und andern meist Osteuropäischen Ländern durch die Wälder (z.B. im Bialowieza NP/Polen). Seit 2019 kehrt der Wisent nun auch wieder nach Aserbaidschan zurück. In einem nationalen Wiederansiedlungsprogramm mit internationaler Beteiligung wurden im Frühjahr 2020 12 Wisente aus dem Europäischen Erhaltungszucht Programm in den Shahdag Nationalpark im östlichen großen Kaukasus transportiert. In kurzer Zeit haben sich die Wildrinder an ihren neuen Lebensraum gewöhnt und es wurden bereits 3 Kälber geboren. Im November 2020 sollen 5 weitere Tiere von Berlin die 4000 km weite Reise antreten. Aurel Heidelberg, WWF-Experte für die Ökoregion Kaukasus, berichtet über seine Erfahrungen zum Schutz dieses beeindruckenden Großpflanzenfressers mit vielen Details und großen Herausforderungen bei der Rückkehr des Wisents in den Kaukasus. - Moderation: Jürgen Matijevic - Redaktion: Jürgen Matijevic, Jörn Ehlers - Anregungen, Wünsche und Feedback: Podcas@wwf.de
Aug 28, 2020
Dürre, Durst und Donnerwetter
1366
Deutschland auf dem Trockenen Sommer-Sonne-Hitzefrei. Es könnte so schön sein, doch etwas fehlt: Regen. Der Sommer 2020 ist erneut eher eine trockene Angelegenheit. Die Bauern fürchten magere Ernten, und auf die Borkenkäfer wartet angesichts der knochentrockenen Wälder ein regelrechtes Festmahl. Nun sind längere sommerliche Trockenperioden nicht ungewöhnlich, aber Deutschland erlebt nun schon den dritten Sommer in Folge mit sehr wenig Niederschlägen. Das Grundwasser, sinkt und mancherorts wird selbst Trinkwasser knapp. Was das mittelfristig für den Umgang mit dem kostbaren Nass bedeutet, darüber reden wir in unserer heutigen Folge von ÜberLeben mit Philipp Wagnitz, der für den WWF eine ganze Reihe von Wasserprojekten in aller Welt koordiniert. Er liefert nicht nur eine Einschätzung zur aktuellen Lage hierzulande, sondern kann uns auch etwas erzählen über durstige Avocados, virtuelles Wasser und warum in einer Tasse Kaffee mehr als hundert Liter Wasser stecken. Redaktion und Moderation: Jörn Ehlers Anregungen, Wünsche und Feedback: Podcas@wwf.de
Aug 20, 2020
Welch eine Nase - Die Saiga Antilope
1787
Sie sieht aus wie… Es fällt einem auf Anhieb kein vergleichbares Huftier ein, das so eigentümlich wirkt. Die Saiga Antilope (Saiga tatarica), erinnert mit ihrer skurrilen Rüsselnase an den Fernseh-Alien Alf. Und doch hat alles an ihr einen evolutionären und praktischen Sinn für das Überleben in extremen Lebensräumen. Sie hat die letzten Eiszeiten überlebt und die erbarmungslose Jagd durch den Menschen. Vor einhundert Jahren war sie fast ausgestorben, dann erholten sich ihre Bestände und es schien das schlimmste überstanden. Doch die Freude der Artenschützer war verfrüht. Wegen ihrer begehrten Hörner nahm die Wilderei wieder zu und Epidemien, die wie aus dem Nichts auftauchten, schlugen schwere Schneisen in die Bestände. Heute wird die Saiga Antilope von der Weltnaturschutz Union IUCN als „vom Aussterben bedroht geführt“. Markus Radday, WWF Experte für die Mongolei, berichtet über seine Erfahrungen zum Schutz dieser grazilen Antilopenart, die kaum jemand kennt, mit vielen Details und echter Bewunderung für ihre Überlebensfähigkeit. Redaktion und Moderation: Jürgen Matijevic Feedback und Hörerpost: podcast@wwf.de
Aug 13, 2020
Planet in Flammen
1383
Es raucht an allen Ecken und Enden: Fast 7000 Feuer loderten im Juli im Amazonasgebiet, und die Brandsaison ist noch lange nicht zu Ende. In Zeiten von Corona stehen die Feuer bislang weit weniger im Fokus der Weltöffentlichkeit als 2019. Doch es könnte sogar noch schlimmer kommen. Der Regenwald am Amazonas ist nicht der einzige Brandherd. Sibirien steht nach wie vor in Flammen. Es brennt in Neuguinea und weiten Teilen Afrikas. Und auch im Mittelmeerraum und in Portugal müssen wieder die Löschflugzeuge zum Kampf gegen die sommerlichen Brände ausrücken. Es scheint fast so, als stünde der halbe Planet in Flammen. Die Brände, ihre Ursachen und Folgen sind auch das Thema dieser Folge unseres ÜberLeben Podcasts. Susanne Winter koordiniert bei WWF die Waldprojekte und hat lange Jahre an verschiedenen Unis über den Wald und seine Rolle für Biodiversität und Klimaschutz geforscht. Im Gespräch mit Jörn Ehlers wirft sie einen Blick auf ein brennendes Problem unseres Planeten. Redaktion und Moderation Jörn Ehlers Schreibt uns unter podcast@wwf.de
Aug 07, 2020
Fleisch
1929
Ratten in Kühllagern, Billigfleisch, Corona-Hotspots und Arbeitsbedingungen, die an eine moderne Form von Sklaverei erinnern: Die Schlachthöfe und die gesamte Fleischindustrie sind stark in Verruf gekommen. Und damit auch unser Lieblingskost: Das Fleisch! Wie konnte es dazu kommen? Wer sind die Übeltäter? Sind wir Verbraucher Schuld an dem Schlamassel oder ist es einzig die böse Fleischindustrie? Sind vielleicht künstlich hergestellte Burger aus 3-D Druckern die Zukunft oder ist eine „gute“ Massentierhaltung doch gar nicht so verkehrt? Darüber sprechen wir in der neuen Folge unseres Podcasts „Überleben“. Zu Gast ist heute ein Mann, der es wissen muss: Christoph Becker, Schweinehalter aus Reddingen in Niedersachsen. Als Landwirt kann er aus erster Hand berichten, was die Herausforderungen in der Schweinefleischproduktion sind, womit er als Bauer zu kämpfen hat und wie es den Tieren eigentlich geht. Er diskutiert mit den WWF-Kolleg:innen Tanja Dräger de Teran und Michael Berger aus dem WWF Landwirtschaftsteam über die Zukunft in unseren Ställen und auf unseren Tellern. Moderation: Anne Thoma Redaktion: Jörn Ehlers Feedback und Hörerpost: podcast@wwf.de
Jul 30, 2020
Weltretten für Fortgeschrittene
3001
Nichts ist so stark wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist! Ein Gedanke, der ganz besonders für erfolgreiche Kampagnen gilt. Manchmal können Aktivisten helfen, dass der richtige Zeitpunkt für überfällige Umweltschutzmaßnahmen ein wenig schneller kommt. In der neuen Folge von Überleben erfahren wir anhand von Tigerschutz, Fischereigesetzen und dem Verbot von Bleimunition, wie Naturschützer versuchen, ihren Anliegen Gehör zu verschaffen. Im Gespräch mit Roland Gramling, Daniel Goliasch und Nehle Hoffer aus der Kommunikationsabteilung des WWF erfahren wir, dass eine gute Kampagne mehr ist als Plakate kleben und Unterschriften sammeln. Die Kollegen berichten über den notwendigen langen Atem bei der mehrjährigen Begleitung politischer Prozesse und dass es manchmal aber auch gilt, die Gunst der Stunde zu nutzen. Naturschutzerfolge stehen oft am Ende einer Kette von Rückschlägen und Niederlagen. Die Berichte der Kollegen verdeutlichen, dass es oft alles andere als leicht ist die Öffentlichkeit für ein Thema zu begeistern oder auch nur zu interessieren. Zugleich wird aber deutlich, dass es sich lohnt, dran zu bleiben, um dem Ziel dem Erhalt eines lebendigen Planeten mit keinen Schritten näher zu kommen. Redaktion und Moderation: Niklas Kolorz Feedback und Hörerpost: podcast@wwf.de
Jul 23, 2020
Die Holzmafia, Interpol & ein Detektiv
2214
Der illegale Holzhandel gehört zu den größten Bereichen der Umweltkriminalität weltweit. Die Ausmaße sind vergleichbar mit der weltweiten Drogenkriminaltität und trotzdem weitestgehend unbekannt - und unbestraft. Johannes Zahnen vom WWF gibt ungewöhnliche Einblicke in diese Schattenwelt. Als Deutschlands Holzdetektiv schlechthin ist es sein Job, illegales Holz ausfindig zu machen und die Spuren bis zum Tatort zurückzuverfolgen. Ein ungewöhnlicher Job, ein brisantes Thema und ein dringliches zugleich denn nicht zuletzt hat dies grosse Auswirkungen auf unsere Umwelt und die Klimakrise. Mehr dazu in diesem Blog-Post: https://blog.wwf.de/holz-detektive-schweigen/ Redaktion & Moderation: Astrid Deilmann Feedback an podcast@wwf.de
Jul 17, 2020
Ich packe meinen Koffer
2234
Sie riecht nach Erdbeereis und ist für viele die schönste Zeit des Jahres: Die Urlaubszeit. Mitten in den Ferien packen momentan viele Urlauber:innen vorfreudig ihre Koffer. Aber wie mache ich eigentlich umweltfreundlichen Urlaub? Und was muss dazu in den Koffer? Um diese Fragen zu klären, spricht Moderatorin Rebecca Gerigk mit fünf verschiedenen WWF-Mitarbeitern, die nicht nur Umwelt-, sondern auch Urlaubsexpert:inen sind. Tourismus-Expertin Martina von Münchhausen und WWF-Chemikalienexpertin Dr. Erika Bellmann helfen bei der Urlaubsplanung: Auf was muss ich achten, damit auf der Reise möglichst wenig Plastik anfällt? Welche Sonnencreme soll mit auf Reisen? Naturschutzreferent und Botaniker Albert Wotke gibt Tipps für den Ausflug in der Natur: Was mache ich, wenn ich ein Wildschwein treffe? Auf welchen Wanderwegen kann man die schönsten Selfies machen? Waldexperte Johannes Zahnen erklärt, was es beim Grillkohlekauf zu beachten gibt und woran man Grillkohle aus illegaler Rodung erkennt. Damit man auf der Heimreise nicht ausversehen als Schmuggler:in verhaftet wird, erklärt Artenschutzexpertin Katharina Trump, was es beim Kauf von Souvenirs zu beachten gibt.
Jul 09, 2020
Geisternetze – tödliche Gefahr der Meere
1895
Plastik in die Meere belastet marine Lebewesen von den kleinsten Krebstieren bis zu den größten Haien und Walen. Geisternetze, herrenlose Fischernetze, machen nach neuesten Studien zwischen 30 und 50 Prozent des Meeresplastiks aus. Geisternetze stellen für viele Arten eine Bedrohung da. Tiere können sich in den Netzen verfangen oder sie als Nahrung aufnehmen und daran verenden können. Der WWF hat eine Methode zur umweltverträglichen Bergung von Geisternetzen entwickelt und sucht nach Wegen, altes Netzmaterial dem Recycling und damit dem Wertstoffkreislauf wieder zuzuführen. Dazu arbeitet der WWF mit Fischern und Tauchteams zusammen, die verhakte Netze vom Boden lösen und mithilfe eines Bergungsankers und der Schiffswinde bergen. Mit Hilfe einer eigens entwickelten der App „WWF Geistertaucher“ können Taucher, Fischer, Angler und andere Wassersportler nun melden, wo sie Netze oder andere gefährliche Gegenstände entdeckt haben und schon gemeldete Sonarpunkte bestätigen und kommentieren. Auf diese Weise können wir Wissen bündeln und alle gemeinsam das Meer vom Netzmüll befreien. Weitere Informationen: https://www.wwf.de/themen-projekte/meere-kuesten/plastik/geisternetze/ Geistertaucher APP https://ghostdiver.com/ https://blog.wwf.de/geisternetze-app-geistertaucher/ Moderation & Redaktion: Jürgen Matijevic Feedback und Hörerpost: podcast@wwf.de
Jul 03, 2020
Von Spin-Doktoren, Strippenziehern und anderen Einflüsterern
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Über mangelnde Aufmerksamkeit können sich die Abgeordneten des Deutschen Bundestages nicht beklagen. Auf jede Mandatsträgerin, jeden Mandatsträger kommen rund zehn Lobbyisten von Firmen, Verbänden und Interessensgruppen, die versuchen, bei den Parlamentariern ein offenes Ohr für ihr jeweiliges Anliegen zu finden. Ob es um die Verteilung von Konjunkturmitteln oder die Verabschiedung von Gesetzen geht, kaum eine Entscheidung fällt, ohne dass die Truppe der „Einflüsterer“ oft mehr als nur ein Wörtchen mitgeredet hat. Der Lobbyismus – die berechtigte Vertretung von Interessen – ist für sich genommen nicht problematisch. Es ist die Art und Weise: Die Einflussname geschieht oft im Verborgenen. Gesetzentwürfe werden in Wirtschaftskanzleien vorformuliert, politische Weichenstellungen von Seilschaften im Hinterzimmer ausgekungelt. Problematisch sind nicht nur die teilweise üppigen Nebeneinkünfte der Abgeordneten sondern auch, dass die Grenzen zwischen Lobbyismus und Politik immer mehr verschwimmen. Hier ein vermittelter Kredit, dort eine Einladung zum Opernball oder die Übernahme von üppigen Hotelrechnungen. All das sind keine Einzelfälle. Zuletzt hat der Fall Philipp Amthor und sein Deal mit einem US-amerikanischen Start-Up dies einmal mehr deutlich vor Augen geführt. Über das Thema reden wir heute mit Cerstin Gammelin. Die stellvertretende Redaktionsleiterin und Wirtschaftsredakteurin im Parlamentsbüro der Süddeutschen Zeitung beobachtet das Lobbyismus-Phänomen seit Jahren und hat ihre Analysen u.a. in zwei Büchern über de „Strippenzieher in Berlin und Brüssel“ festgehalten. Außerdem zu Gast in ÜberLeben: Susan Grzybek, die 15 Jahre im Deutschen Bundestag für verschiedene SPD-Bundestagsabgeordnete gearbeitet hat. Sie kennt die Thematik von zwei Seiten, denn inzwischen hat sie quasi die Seiten gewechselt und macht sich als WWF-Lobbyistin dafür stark, dass die Erfordernisse von Natur und Umweltschutz nicht unter die Räder kommen. In der heutige Episode diskutieren wir, ob es guten und bösen Lobbyismus geben kann. Wir gehen der Frage nach, ob sich der Lobbyismus in der Ära Merkel verändert hat, was wir von Brüssel lernen können und warum ein Lobbyregister für mehr Transparenz sorgen könnte. Feedback, Anregungen und Kontakt: podcast@wwf.de Moderation: Niklas Kolorz Redaktion: Jörn Ehlers
Jun 26, 2020
Gutes Palmöl - Böses Palmöl
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Von den Regenwäldern Asiens ist nicht viel übrig geblieben. Einer der Gründe dafür ist Palmöl. Das Pflanzenfett wird inzwischen weltweit auf einer Fläche von 19 Millionen Hektar angebaut. Tendenz weiter stark steigend. Vor allem in Indonesien und Malaysia mussten den Plantagen gewaltige Wälder weichen. Die Heimat seltener Tiere, wie Tiger oder Orang-Utans wurden dem Öl aus den Tropen geopfert. Kein Wunder also, dass der Rohstoff durchaus umstritten ist, auch wenn er mittlerweile in jedem zweiten Supermarktregal als Inhaltsstoff von Pizza, Marmelade, Keksen oder Kosmetik zu finden ist. Doch ist die Kritik berechtigt ? Diese Frage stellen wir Ilka Petersen. Sie beschäftigt sich beim WWF seit Jahren mit Anbau, Stoffströmen und Lieferketten von Palmöl. Sie ist in unserer aktuellen Folge von ÜberLeben zu Gast und erklärt, warum Soja, Kokos und andere Alternativen oft nicht wirklich eine Lösung sind. Die Referentin im Agrarbereich berichtet, was Eis am Stiel und unserer Mobilitätsverhalten mit der Abholzung der asiatischen Wälder zu tun haben. Wir diskutieren die Möglichkeiten und Grenzen von Zertifizierungen und erfahren, warum ein Boykott von Schokoaufstrichen die Menschenaffen wohl nicht der Weisheit letzter Schluss ist. retten wird. Moderation: Niklas Kolorz Redaktion: Jörn Ehlers
Jun 19, 2020
Corona, die Zukunft und die Natur
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Hamsterkäufe, Kontaktbeschränkung, Reisewarnung - die Corona Pandemie hat das Leben, wie wir es kennen komplett auf den Kopf gestellt. Aber wie geht es jetzt weiter? Was macht die Corona Pandemie mit uns allen? Ist eine nachhaltige Zukunft jetzt wahrscheinlicher geworden? Matthias Horx spricht mit uns in dieser Folge über diese wichtigen Fragen. Er ist einer der einflussreichsten Trend- und Zukunftsforscher des deutschsprachigen Raums. Laut Horx hat die Corona-Pandemie unsere Gesellschaft, unser Denken und unser Handeln verändert. Aber was heißt das für die Umwelt? In dieser Folge ÜberLeben holt Zukunftsforscher Horx seine Kristallkugel raus und wirft für uns einen Blick in die Zukunft. Wie siehts aus mit den Klimazielen bis 2030? Werden wir bis 2030 Klimaneutral?
Jun 12, 2020
„Katzenmusik“ mal etwas anders
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Er ist wieder da: der Luchs. Mittlerweile streifen wieder 137 Exemplare durch die heimischen Wälder. Damit sich die Art wieder endgültig in Deutschland etablieren kann, braucht sie Unterstützung. Um für mehr Verständnis für die scheue Katze zu werben arbeitet die Soulsängerin Cassandra Steen jetzt an einem Lied über die scheue Katze. Der Song thematisiert den Überlebenskampf der Luchse. Denn die Tiere wurden über hundert Jahre wegen ihres Fells gejagt und als Lämmerräuber verfolgt und galten bis in die 80er Jahre in Deutschland als ausgestorben. Cassandra Stehen ist in der aktuellen Folge von ÜberLeben zu Gast. Im Gespräch mit dem Artenschützer Moritz Klose erklärt die Musikerin und WWF-Botschafterin wie sie auf den Luchs gekommen ist und wie sie versucht, mit Musik die Herzen und Ohren der Menschen für den Naturschutz zu öffnen. Moritz Klose erzählt wie die heimlichen Waldbewohner zaghaft wieder in Deutschlands Mittelgebirgen und Wäldern Fuß fassen und welche Gefahren auf die Pinselohren nach wie vor lauern. Obwohl Luchse unter strengem Schutz stehen werden sie noch immer illegal getötet. Auch der Verkehr ist ein Problem: Dass ein verliebter Luchs auf Brautschau unter die Räder kommt , ist leider nicht nur ein Thema in spanischen Popsongs sondern auch hierzulande viel zu oft traurige Realität. Moderation: Niklas Kolorz Redaktion Jörn Ehlers
Jun 05, 2020
Goldrausch am Amazonas
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El Dorado - der Traum von der goldenen Stadt lockte schon die spanischen Eroberer in die Urwälder Lateinamerikas. Der Glanz des Edelmetalls und die Sehnsucht nach unermesslichem Reichtum hat wenig von seiner Faszination verloren. Auch heute noch machen sich die Glücksritter auf, um mit den Taschen voller Nuggets heimzukehren. Der Traum der Goldwäscher ist ein Alptraum für die Natur und gefährdet die Gesundheit von Millionen Menschen. Über die Schattenseiten des Edelmetalls sprechen wir heute bei ÜberLeben mit Südamerikareferent Roberto Maldonado und seinem für Bergbau zuständigen Kollegen Tobias Kind. Sie erläutern, warum nicht nur Schwangere am Amazonas besser keinen Fisch essen sollten. Was das alles mit Corona zu tun hat und welche Unterschiede es zwischen legalen und illegalen Minen gibt. Die Kollegen plädieren für recyceltes Gold und erklären, warum es keine besonders gute Idee ist für die Geldanlage in goldene Taschenuhren zu investieren. Moderation: Niklas Kolorz Redaktion: Anne Thoma
May 29, 2020
Das große Sterben stoppen
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Was haben Gorillas, Tiger und Kegelrobben gemeinsam? Richtig, sie sind alle vom Aussterben bedroht. Und damit sind sie nicht allein, über eine Millionen Tierarten könnten bis zum Ende des Jahrhunderts aussterben. Für den Wissenschaftsjournalisten Dirk Steffens ist klar: „Wir befinden uns mitten im sechsten Massenartensterben und erleben den größten Artenschwund seit dem Aussterben der Dinosaurier. Der Mensch hat ihn ausgelöst und nur er kann ihn stoppen.“ Aber wie hängt das Artensterben mit uns Menschen zusammen? Warum brauchen wir die biologische Vielfalt zum Überleben? Und was hat das Insektensterben mit unserem Frühstück zu tun? Diese und noch mehr spannenden Fragen rund um die Artenvielfalt geht die aktuelle Folge des WWF-Podcasts „ÜberLeben“ nach. Dazu haben wir mit den Wissenschaftsjournalisten und Buchautoren Dirk Steffens und Fritz Habekuß gesprochen. Die beiden haben kürzlich das Buch „Über Leben“ geschrieben und suchen darin nach Möglichkeiten das Artensterben zu stoppen. Warum die Politik jetzt am Zug ist, was Artenvielfalt mit Naturschutz zu tun hat, was wir alle gegen das Artensterben tun können und warum Artenschutz auch Seuchenschutz ist, erfahrt ihr in unserem Podcast. Dirk Steffens ist Wissenschaftsjournalist, UN-Botschafter für die Dekade biologische Vielfalt und vertritt als nationaler Botschafter den WWF und das Jane-Goodall-Institut. Seit über einem Vierteljahrhundert unternimmt er Expeditionen in alle Regionen der Welt, um über die Natursysteme der Erde zu berichten. Fritz Habekuß, ist Redakteur der Zeit. Er berichtet weltweit von der Zerstörung der natürlichen Vielfalt und denjenigen, die dagegen kämpfen. In seinen Reportagen beschäftigt er sich grundsätzlich mit dem Verhältnis von Mensch und Natur.
May 22, 2020
Fluglotsen für Zugvögel
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Schön ist er nicht gerade, aber gut geschmeckt hat er: Der Waldrapp. Einst als „Schleck“ und Leckerbissen für Festbanketts gepriesen, geriet der schräge Vogel hierzulande in Vergessenheit. Ausgestorben. Nur in Marokko hatten einige Exemplare in Freiheit überlebt. Ansonsten fand sich der schwarze Zugvogel mit der Punkfrisur nur noch in Zoos und Gehegen. Doch wie Phönix aus der Asche fasst der seltsame Rapp langsam in Deutschland und Österreich wieder Fuß. Möglich wurde dies dank der Arbeit des Walrappteams in Tirol. Zwei der Naturschützer, Johannes Fritz und Helena Wehner, sind in dieser Folge bei unserem ÜberLeben Podcast zu Gast. Johannes Fritz berichtet wie vor 20 Jahren ein Hollywood-Film ihre Pläne inspiriert hat und wie aus einer Schnapsidee ein viel beachtetes Naturschutzprojekt wurde. Der Verhaltensbiologe hat für die Vögel sogar fliegen gelernt, obwohl ihm im Leichtflugzeug meistens schlecht wird. Helena Wehner ist die Adoptivmutter von mehreren Dutzend Vogelküken, die sie aufgepäppelt hat. Sie erläutert, was ihre Schützlinge lernen müssen bevor sie in der Laguna di Orbitella, einem von den italienischen WWF Kollegen gemanagten Schutzgebiet, freigelassen werden. Sie berichtet aus ihrem Alltag als Vogelmama, welche Gefahren auf die Tiere lauern und warum manche Waldrappe Angst vor roten Socken haben. Moderation: Niklas Kolorz Redaktion Jörn Ehlers
May 15, 2020
Unser Kampf gegen die Plastikflut
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Was wir achtlos in die Tonne werfen, geht oft auf große Reise mit tragischem Ende: Pro Minute gelangt eine LKW-Ladung Plastikmüll in die Weltmeere. Das macht den Meeren zu schaffen. Plastik verschwindet leider nicht einfach so, sondern zerfällt zu Mikroplastik. Einmal in der Natur, kann es kaum wieder entfernt werden. Mehr als 800 Tierarten in den Meeren sind von Plastikmüll beeinträchtigt. Aber ist das auch unser Müll, der im Meer landet? Warum schicken wir unserem Müll um die halbe Welt, statt ihn in Deutschland wiederzuverwerten? Und was hat das alles mit uns als Verbrauchern zu tun? Diese und ähnlichen Fragen geht Niklas Kolorz im Gespräch mit Bernhard Bauske auf den Grund. Im Podcast „ÜberLeben“ erklärt Bernhard, wie wir alle einen Teil dazu beitragen können, die Plastikflut zu stoppen. Bernhard koordiniert WWF Projekte rund ums Thema Plastik und Verpackung. Er kennt sich also bestens aus mit der Müllentsorgung und ihren Tücken. Moderation: Niklas Kolorz Redaktion: Rebecca Gerigk & Niklas Kolorz
May 08, 2020
Brennende Probleme: der Wald, das Feuer und die Dürre
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Sind nach Brasilien und Australien jetzt auch wir dran? Über 50 Waldbrände gab es dieses Jahr allein in Deutschland – und das schon bis Ende April. Nach dem Dürrejahr 2018 und der Hitze 2019 droht die die nächste Rekord-Trockenheit. Nicht nur der ausbleibende Regen macht den Wäldern zu schaffen. Erschwerend kommt hinzu, dass die Forstwirtschaft den Wäldern über Jahrzehnte das Wasser abgedreht hat, indem systematisch entwässert wurde. Der deutsche Wald ist angeschlagen. Davon profitiert der Borkenkäfer. Wieso wird er gerade jetzt zum Problem? Was bedeutet die Dürre für den Wald und die Artenvielfalt? Um diese Fragen zu beantworten sind Christoph Heinrich und Ronni Schaarschmidt bei ÜberLeben zu Gast. Christoph Heinrich ist leidenschaftlicher Waldliebhaber und Vorstand beim WWF Deutschland. Er teilt sein Wissen und seine Sorgen mit uns. Gibt es eine Möglichkeit die Natur vor der Dürre oder gar Bränden zu bewahren? Und welche Bäume sind besonders betroffen und ist es sinnvoll, wieder aufzuforsten? Ronni Schaarschmidt ist der Chef der Freiwilligen Feuerwehr von Märkisch Buchholz . Die Kleinstadt liegt in einer von Waldbränden besonders oft betroffenen Region in Brandenburg. Er kennt sich nicht nur mit Feuern aus, sondern weiß auch wie man sie löscht. Gedanken macht er sich vor allem um die Menschen. Denn viele Ortschaften und Dörfer liegen dicht an sehr trockenem Wald. Er selbst war schon in der ein oder anderen äußerst brenzlichen Situation, wie er hier berichtet. Wer wissen möchte, wie es um unsere Wälder steht, ist hier richtig. Moderation: Anne Thoma Redaktion: Jörn Ehlers
May 01, 2020
„Tiger King“: von freien und gefangenen Katzen
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Inzwischen leben mehr Tiger hinter Gittern als in freier Natur. „Tiger King“, eine aktuelle Netflix-Serie, dokumentiert die schräge Welt der Privatzoos in den USA. Doch die Situation der Wildkatzen ist nicht nur in zweifelhaften Privatgehegen oder Tigerfarmen katastrophal. Die majestätischen Katzen sind nach wie vor vom Aussterben bedroht. Ein Ende der Wilderei ist nicht in Sicht. In der neuen Folge von „ÜberLeben“ erlaubt uns Kathrin Samson, Tigerexpertin vom WWF, Einblicke in die Welt des Tigerschutzes. Aktuell leitet sie Schutzprogramme in Nepal und ist bei vor allem in Asien bei Projekten rund um die Raubkatzen aktiv. Wer mehr über Geschäfte mit Knochen, Wilderei und fragwürdige Heilmittel wissen will, ist hier richtig. Mit Kathrin Samson gehen wir auf Entdeckungstour. Sie erklärt, weshalb man sich nicht mit wilden Tieren fotografieren lassen sollte. Und wie es sich anfühlt, einem dieser Prachtexemplare in Freiheit gegenüber zu stehen. Moderation: Niklas Kolorz Redaktion: Jörn Ehlers
Apr 24, 2020
Bärenalarm in Bayern
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Er ist wieder da: Der Bär. Gesehen hat ihn noch niemand, aber er tappte im Herbst mehrfach in eine Fotofalle und wahrscheinlich ist er längst wieder im bayrisch-österreichischen Grenzgebiet unterwegs. Denn für Bären ist es allmählich an der Zeit, die Winterruhe zu beenden. Ob sich der pelzige Einwanderer langfristig in Deutschland niederlässt oder nur auf der Durchreise ist, bleibt abzuwarten. Das Ganze erinnert ein wenig an JJ1, besser bekannt als Braunbär Bruno, der sich vor 15 Jahren nach Bayern verirrte und die halbe Republik in Atem hielt. Die Geschichte ging bekanntlich nicht gut aus. Nachdem der „Problembär“ zwei Dutzend Schafe gerissen hatte und sämtliche Fangversuche gescheitert waren, setzten drei Gewehrkugeln dem Treiben ein Ende. Bruno landete ausgestopft im Museum. Bleibt zu hoffen, dass der Besuch des neuen Bären weniger blutig endet. In der neuen Folge von „ÜberLeben“ loten wir im Gespräch mit Moritz Klose aus, wie die Chancen stehen, dass sich mittelfristig weitere Artgenossen hier ansiedeln. Der Fachmann für europäische Beutegreifer beim WWF Deutschland berichtet vom Umgang mit den Tieren in den Karpaten und erzählt vom rumänischen Bärenwaisenhäusern. Er schildert überraschende Besuchen im Campingzelt und verrät vor allem, wie man diese überlebt... Moderation: Niklas Kolorz Redaktion: Jürgen Matijevic, Jörn Ehlers Mix & Master: Noa Kreiymeyer
Apr 17, 2020
Corona: Auf der Spur des Virus
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Im Wald lauert der Tod. Die Gefahr geht weniger von hungrigen Raubtieren oder giftigen Schlangen aus, sondern weit gefährlicher sind Krankheitserreger, die den Sprung vom Tier zum Menschen schaffen: So genannte Zoonosen. Die weltweite Corona-Pandemie führt uns das einmal mehr schmerzhaft vor Augen. Das Risiko ist nicht neu. Viele Krankheiten - wie Tollwut oder Malaria- sind auf diesem Weg entstanden. Die Weltgesundheitsorganisation zählt jedes Jahr rund 200 Ausbrüche von Viruserkrankungen, vor allem in Afrika Gibt es Möglichkeiten solche Ausbrüche in Zukunft zu verhindern? Welche Rolle spielen Umweltzerstörung, Wildtierhandel und Massentierhaltung? Diesen Fragen geht die aktuelle Folge des WWF-Podcasts „ÜberLeben“ nach. Die Tierärztin und WWF-Artenschützerin May Hokan erklärt, wo das Virus herkommen könnte, warum es nicht aus einem Labor entwischt ist und was der Verlust an Artenvielfalt mit dem Virus zu tun hat. Die Veterinärmedizinerin hat selbst mit Lemuren auf Madagaskar gearbeitet und vor ihrem Job beim WWF auch Haustiere behandelt. Im Gespräch erklärt sie die Zusammenhänge zwischen Lebensraumzerstörung und der Ausbreitung von Zoonosen. Wir verfolgen den Ausbruch des Corona-Virus zurück und erfahren wieso wir Chinchillas besser keine Küsschen geben sollten. Moderation: Niklas Kolorz Redaktion: Anne Thoma
Apr 10, 2020
Social Distancing im Regenwald
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Begegnungen mit Gorillas sind gefährlich - für die Affen. Die Tiere können sich bei Menschen anstecken, wenn diese z.B. ihre Schnupfenviren an die Tiere weitergeben. Nicht ohne Grund dürfen erkältete Touristen nicht an geführten Dschungeltrips zu den Menschenaffen teilnehmen. Eine Problematik, die in Zeiten von Corona und Ebola noch einmal eine neue Brisanz bekommt. Aufgrund der aktuellen andere wurden die Ausflüge zu unseren nächsten Verwandten bis auf weiteres gestoppt. Doch wie funktioniert eigentlich die sogenannten Habituierung von Menschenaffen. Wie bringt man die Tiere dazu, dass sie die Anwesenheit von Besuchern dulden und wie findet man die Affen in den Tiefen des Waldes. Dieser und ähnlichen Fragen geht Niklas Kolorz im Gespräch mit Dr. Ilka Herbinger auf den Grund. Die Biologin hat lange Jahre mit Schimpansen gearbeitet und verantwortet beim WWF ein Projekt in Dzangha Sangha im Zentralafrika. Hier, in einem Schutzgebiet in Kongo lebt auch der Silberrücken Makumba und seine Familie, eine der weltweit ersten Gruppen von habituierten Flachlandgorillas überhaupt. Sie bekommen relativ häufig menschlichen Besuch, nicht nur von kleinen Gruppen an Touristen sondern auch von Forscher:innen aus aller Welt. Ilka Herbinger berichtet im Podcast „ÜberLeben“ aus dem Familienleben von Makumba und dem Leben im realen Dschungelcamp. Wir erfahren Einzelheiten über die Mundhygiene von Silberrücken und was Schimpansen auf dem Kriegspfad besser lassen sollten. Mehr zum Naturschutzgebiet Dzangha Sangha: https://www.wwf.de/themen-projekte/projektregionen/kongo-becken/dzanga-sangha-naturschutz-in-zeiten-des-buergerkriegs/ Makumbas Zwillinge: https://www.youtube.com/watch?v=6GDl30xiGJM Moderation: Niklas Kolorz Redaktion: Jörn Ehlers
Apr 02, 2020